Studienreise nach Kapstadt, SĂŒdafrika – Exploring Research Methods in the Cape

Das Art PeaceProject des Arbeitsbereichs ReligionspĂ€dagogik bietet die Möglichkeit einer Studienreise im Zeitraum vom 1.-12.Oktober 2012 nach Kapstadt, SĂŒdafrika, an. Eine Reise ins Eastern Cape ist optional ebenfalls möglich.
Der Fokus der Reise wird auf den Methoden der Feldforschung im Bereich der Menschenrechtsbildung, sowie der Kunst und Religion liegen. Studierende, die bevorzugt zu einem mit SĂŒdafrika verbundenen Thema in ihrer Bachelor- oder Masterarbeit forschen und im Feld der Menschenrechtsbildung, Kunst und Religion verortet sind, können sich bis zum 17. MĂ€rz mit einem Motivationschreiben bewerben.
Individuelle Forschungsvorhaben sollen somit unterstĂŒtzt und in der Gruppe neue Forschungsmethoden erprobt und diskutiert werden. Der Austausch mit sĂŒdafrikanischen Studenten der UniversitĂ€t Kapstadt wird gefördert und der Besuch von Seminaren und Vorlesungen ermöglicht. Neben dem Besuch von universiĂ€ren Einrichtungen ist ein Begleitprogramm geplant, das tiefere Einblicke in die sozio-politischen und historischen HintergrĂŒnde gewĂ€hrt, u.a. zu Museen und Kulturzentren. Eine UnterstĂŒtzung der Reisekosten wird beim DAAD beantragt und wird ca. die HĂ€lfte der Reise-und Unterkunftskosten tragen.

Ein aussagekrÀftiges Motivationsschreiben zur Relevanz der Forschungsreise zum eigenen Forschungsinteresse ist ausschlaggebendes Kriterium der Auswahl. Wir bitten, dieses bis zum 17. MÀrz bei folgender Email-Adresse einzureichen:
artpeace2011@googlemail.com”>artpeace2011@googlemail.com

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Studierende begrenzt.

Religionsunterricht in Schulen

Religion beeinflusst sowohl Menschen als auch Ereignisse. Aus diesem Grund stellt die Untersuchung der Rolle, die Religion in unserer Kultur und Gesellschaft einnimmt, eine wichtige Komponente der Allgemeinbildung dar.

 

Religionsunterricht bietet Raum, sich mit den drĂ€ngenden Fragen der menschlichen Existenz zu beschĂ€ftigen. Zum Einen ermöglichen Dialogprozesse es ihren Dialogpartnern, den eigenen Standpunkt darzustellen,reflexiv zu betrachten und sich aus der Perspektive des eigenen Glaubens beziehungsweise der eigenen Weltanschauung mit anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen argumentativ auseinanderzusetzen. Zum Anderen schafft er Raum, den eigenen Glauben auch unabhĂ€ngig davon, besser kennenzulernen.

 

Religionsunterricht in Schulen sorgt dafĂŒr, dass auch auf akademischer Ebene das verfassungsgemĂ€ĂŸe Recht auf Religionsfreiheit respektiert wird. SchĂŒler werden nicht nur mit den Sichtweisen untereinander, sondern auch mit Informationen aus BĂŒchern und anderen Medien konfrontiert und erhalten so die Möglichkeit sich ihre eigene Meinung und religiöse IdentitĂ€t bilden.

 

ReligionspÀdagogik

Durch die Zweige “Lernbereich Religion“ und “Fachdidaktik Religion” wird im Rahmen der Lehrerausbildung sowohl die Möglichkeit geschaffen Gemeinschaft zu erleben als auch die Chance gegeben, sich speziell mit dem Thema der HeterogenitĂ€t auseinanderzusetzen Daneben bezieht die ReligionspĂ€dagogik einen kritischen Blick, sowohl aus historischer als auch aus internationaler Perspektive, auf verschiedene Herangehensweisen zum schulischen Religionsunterricht mit ein.

 

DarĂŒber hinaus werden diverse didaktische Modelle so prĂ€sentiert, dass die jeweilige Methode nicht nur erfahren, sondern auch kritisch analysiert werden kann.

 

Der Hamburger „Religionsunterricht fĂŒr alle“

 

Seit ĂŒber zwanzig Jahren realisieren Hamburger Schulen eine inklusive Form des Religionsunterrichts als Antwort auf die zunehmende HeterogenitĂ€t der SchĂŒlerschaft. Da der „Hamburger Religionsunterricht fĂŒr alle“ innerhalb Deutschlands Sonderwege geht, ist der Bedarf an konzeptioneller sowie empirischer Forschung außerordentlich hoch und eine entsprechende AktivitĂ€t auf bildungspolitischer Ebene notwendig.

 

ReligionspÀdagogik in Hamburg hat ein charakteristisches Profil entwickelt als interdisziplinÀres und interreligiöses Fach, das in der Allgemeinen Erziehungswissenschaft wurzelt und sich damit von konfessionell ausgerichteten StudiengÀngen im Bundesgebiet unterscheidet.

 

Somit trĂ€gt der Religionsunterricht in Hamburg in besonderer Weise zu einer EinĂŒbung in interreligiöses Lernen bei. Hier wird der Religionsunterricht fĂŒr alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit ihren verschiedenen religiösen Orientierungen und Weltanschauungen konzipiert und durchgefĂŒhrt.

 

Arbeitsbereich Philosophie und ReligionspĂ€dagogik (seit 1.2.2010): Religion und Philosophie haben ein gemeinsames Interesse an Werteerziehung in wissenschaftlicher und pĂ€dagogisch-praktischer Hinsicht, aber sie unterscheiden sich in ihren Grundlagen und in ihren BezĂŒgen auch ganz erheblich. Beide FĂ€cher beschrĂ€nken sich nicht auf Wissensvermittlung, sondern haben auch eine pĂ€dagogisch-praktische Zielsetzung. Der neue Arbeitsbereich umfasst daher didaktische und pĂ€dagogische Aufgaben.


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