Archiv der Kategorie ‘Lehrangebote‘

 
 

Religionsp├Ądagogisches Lernfestival

Studierende und Dozenten der Religionsp├Ądagogik kamen f├╝r ein eint├Ątiges Lernfestival zusammen

Wie kann man eine Geschichte aus den Buyruk-Schriften ├╝ber Hochmut und Demut in einem Standbild darstellten? Der alevitische Religionsleher aus Niedersachsen, Cemalettin Karatas (rechts) leitet das Seminar gemeinsam mit dem evangelischen Mitarbeiter der Religionsp├Ądagogik, Harry Hauber (zweiter von rechts).

Lehrer und Dozenten gaben vormittags Einf├╝hrugen in Poesie, Geschichten erz├Ąhlen, Theater, Popmusik und sakrale Orte. Nachmittags wurden die Dozenten und Lehrer gemeinsam mit den Studierenden zu Teilnehmern in den Sitzungen, die von Studierenden geleitet wurden. Standbilder zu der Geschichte von Mohammed und der Versammlung der heiligen Vierzig aus den Buyruk-Schriften wurden gebaut, das Lied „Human“ von Rag’n’Bone Man wurde genutzt um zu theologisieren und die ausergew├Âhnliche Frau Maria, die Mutter Jesu, wie sie im Koran beschrieben wird, wurde kennengelernt. In einer anderen Sitzung konnte man Poesie erfahren und anwenden und andere konnten in St.Georg mit einer Kamera das Heilige im Profanen entdecken. Nachmittags wurden die Studierenden zu Dozenten und vermittelten die Methoden an die Teilnehmer.

Der Schriftsteller und Mitarbeiter der Indologie der Uni Hamburg, Sadiq Rahman, vermittelt die M├Âglichkeiten von Posie im Religionsunterricht.

Das Lied „Human“ von Rag’n’Bone Man, das gegenw├Ąrtig in den Charts ist, hat relig├Âse Bez├╝ge, wird bei der Textanalyse deutlich. Welches Menschenbild vermittelt es? Und was ist die Aussage ├╝ber Religion und Propheten? Die katholische Mitarbeiterin Nathalie Dieckscheid f├╝hrt dazu ein.

 

 

Religi├Âse Bildung als Friedensbildung?

Religion wird oft eher als hinderlicher Faktor f├╝r ein friedliches Zusammenleben dargestellt. In diesem Seminar m├Âchten wir aber explizit der Frage nachgehen (in Vortr├Ągen und Workshops), in welcher Form religi├Âse Bildung zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen kann.

Das zweite besondere Merkmal dieses Seminars ÔÇ×Interkulturelles und Interreligi├Âses Lernen in der Schule / Religi├Âse Bildung als Friedensbildung?ÔÇť ist die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Das Seminar ist f├╝r unterschiedliche Zielgruppen konzipiert, um damit einen fach├╝bergreifenden Austausch der besonderen Art zu f├Ârdern. Es richtet sich an Lehramtstudierende des Fachbereichs Religion (Fachbereich Alevitische, Evangelische, Katholische oder Islamische Theologie) sowie an Studierende der Friedensbildung, an Studierende mit einem Fl├╝chtlingsstatus und an Lehrende.

Die Dozenten kommen aus unterschiedlichen theologischen Fachbereichen und sind zum Teil Professoren oder LehrerInnen. Und w├Ąhrend es am ersten Tag Vortr├Ąge und Plenumsdiskussionen geben wird, sind am zweiten Tag verschiedene Workshops geplant, in denen mit verschiedenen Methoden in Kleingruppen dieser Frage nachgegangen wird – d.h. Konfliktmediation, Theater und andere (interaktive) Methoden werden in den verschiedenen Workshops gezeigt und genutzt, um in einen Erfahrungsaustausch zu treten.

Vortragende und/oder Workshopleitende:

Gordon Mitchell (Professor f├╝r Religionsp├Ądagogik)
Handan Aks├╝nger (Juniorprofessorin f├╝r Alevitentum)
Hamida Behr (Wissenschaftliche Mitarbeiterin f├╝r Islamische Religionsp├Ądagogik)
Nathalie Dickscheid (Wissenschaftliche Mitarbeiterin f├╝r Katholische Religionsp├Ądagogik)
Harry Hauber (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Religionsp├Ądagogik)
Julika Koch (Referentin f├╝r Friedensbildung der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland)
Andreas Gloy (Studienleiter f├╝r den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I in Hamburg)
Friederike Mizsdalski (Fachseminarleiterin f├╝r Katholische Religion)
Emina Dizdarevic (Religionslehrerin RUFA (Islam))
H├╝lya G├╝l (Religionslehrerin RUFA (Alevitentum))
Zeynep Baris-Yalcinkaya (Religionslehrerin RUFA (Alevitentum))

Vortr├Ąge/Arbeitssprache: Deutsch und Englisch

Organisiert vom Arbeitsbereich Religionsp├Ądagogik, Fakult├Ąt f├╝r Erziehungswissenschaften

Kooperationspartner:

  • Zentrum f├╝r Lehrerbildung Hamburg
  • Stifterverband f├╝r die Deutsche Wissenschaft
  • Heinz Nixdorf Stiftung

Flyer der Veranstaltung

Die Blockveranstaltung findet am 01. und 02. April 2016 statt.

Praktische Einf├╝hrung in die Erziehungswissenschaften

In der praktischen Einf├╝hrung arbeiten wir mit szenischer Darstellung und theatralen Methoden wie Rollenspielen etc.

Eine Gruppe erstellte selbstst├Ąndig ein Video zum Thema „Die perfekte Lehrerin/der perfekte Lehrer“ in der PE im WiSe 2015/16:

 

 

Harry Hauber

 

Theater in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung

Der Schwerpunkt Theater in der Erziehungswissenschaft und der Religionsp├Ądagogik setzt sich mit spezifischen Fragen des Studiums auseinander: einerseits, wie sich die Lehrerinnen- und Lehrerrolle von Studierenden biographisch generiert, andererseits, wie sie sich im Laufe des Studiums anhand der wissenschaftlichen Besch├Ąftigung mit dem Thema und anhand von praktischen Erfahrungen ver├Ąndert. Nach John Dewey ist Kunst ein besonderer Erfahrungsbereich, da sowohl in der Sch├Âpfung von Kunstwerken als auch in der Rezeption derselben sich eine ├Ąsthetische Situation ergibt, in der besondere Erfahrungen geb├╝ndelt dargestellt und reflektiert werden k├Ânnen. F├╝r den Philosophen und P├Ądagogen Dewey sind Erfahrungen zudem der Ausgangspunkt des Lernens. Theater in der Lehre kann so als Schnittpunkt p├Ądagogischer Reflektion und dem Lernen von Verhaltensalternativen verstanden werden. Dar├╝ber hinaus bieten Theater├╝bungen Studierenden viel handwerkliches Material an, das sie auch in der Schulsituation einsetzen k├Ânnen. Auch f├╝r die Entwicklung der eigenen k├Ârperlichen M├Âglichkeiten, Entwicklung der Stimme, des selbstsicheren Auftretens usw. bietet das Theater in der Lehre eine wichtige Basis.

In der Religionsp├Ądagogik wird Theater mit Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern auch im Sinne eines ganzheitlichen, performativen und dialogischen ÔÇ×Religionsunterrichts f├╝r alleÔÇť sinnvoll eingesetzt. Dabei wird auch auf die bereits bestehenden Traditionen von Bibliodrama, Rollenspiel,┬á Forumstheater / Theater der Unterdr├╝ckten (nach Augusto Boal) und┬á „Method Acting“ (nach Lee Strasberg und seiner Adaption durch Wolfgang Wermelskirch) zur├╝ckgegriffen.

PE2

 

PE1

Seminar Praktische Einf├╝hrung in die Erziehungswissenschaft, WiSe 2014/15. Fotos: ┬ę Anawat Kunert

 

Harry Hauber

 

├ľffentliche Ringvorlesung „Religionsdidaktik im Dialog“

Universitaet-HA-Politik-Koeln

Die Religionsp├Ądagogik bietet in Kooperation mit dem ZLH im Sommersemester eine Ringvorlesung an. Renomierte Vertreterinnen und Vertreter religi├Âs und konfessionell unterschiedlicher Fachdisziplinen kommen unter religionsp├Ądagogischem Blickwinkel miteinander ins Gespr├Ąch. Die Ringvorlesung findet im Rahmen des Lehrlabors unterst├╝tzt durch die Heinz Nixdorf Stiftung und den Stifterverband f├╝r die Deutsche Wissenschaft statt. G├Ąste sind herzlich willkommen.

  • 17. April 2015: Mystik und Spiritualit├Ąt – Alevitentum und Katholizismus im Gespr├Ąch
  • 08. Mai 2015: Philosophieren und Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen – Philosophie und Theologie im Gespr├Ąch
  • 05. Juni 2015: Der Beitrag des Religionsunterrichts zu religi├Âser Erziehung und Glaubenspraxis – Judentum und Buddhismus im Gespr├Ąch
  • ┬á03. Juli 2015: Heilige Texte und die politische Dimension des Religionsunterrichts – Evangelische und Islamische Religionsp├Ądagogik im Gespr├Ąch

Uhrzeit: 14:15-16:30 Uhr┬á┬á┬á Ort: Von-Melle-Park 6 (Philosophenturm), H├Ârsaal F

Plakat Ringvorlesung  Foto:dpa


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