Theater in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung

Der Schwerpunkt Theater in der Erziehungswissenschaft und der ReligionspĂ€dagogik setzt sich mit spezifischen Fragen des Studiums auseinander: einerseits, wie sich die Lehrerinnen- und Lehrerrolle von Studierenden biographisch generiert, andererseits, wie sie sich im Laufe des Studiums anhand der wissenschaftlichen BeschĂ€ftigung mit dem Thema und anhand von praktischen Erfahrungen verĂ€ndert. Nach John Dewey ist Kunst ein besonderer Erfahrungsbereich, da sowohl in der Schöpfung von Kunstwerken als auch in der Rezeption derselben sich eine Ă€sthetische Situation ergibt, in der besondere Erfahrungen gebĂŒndelt dargestellt und reflektiert werden können. FĂŒr den Philosophen und PĂ€dagogen Dewey sind Erfahrungen zudem der Ausgangspunkt des Lernens. Theater in der Lehre kann so als Schnittpunkt pĂ€dagogischer Reflektion und dem Lernen von Verhaltensalternativen verstanden werden. DarĂŒber hinaus bieten TheaterĂŒbungen Studierenden viel handwerkliches Material an, das sie auch in der Schulsituation einsetzen können. Auch fĂŒr die Entwicklung der eigenen körperlichen Möglichkeiten, Entwicklung der Stimme, des selbstsicheren Auftretens usw. bietet das Theater in der Lehre eine wichtige Basis.

In der ReligionspĂ€dagogik wird Theater mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern auch im Sinne eines ganzheitlichen, performativen und dialogischen „Religionsunterrichts fĂŒr alle“ sinnvoll eingesetzt. Dabei wird auch auf die bereits bestehenden Traditionen von Bibliodrama, Rollenspiel,  Forumstheater / Theater der UnterdrĂŒckten (nach Augusto Boal) und  „Method Acting“ (nach Lee Strasberg und seiner Adaption durch Wolfgang Wermelskirch) zurĂŒckgegriffen.

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Seminar Praktische EinfĂŒhrung in die Erziehungswissenschaft, WiSe 2014/15. Fotos: © Anawat Kunert

 

Harry Hauber

 


 
 
 

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