Zusammenfassung der Seminarinhalte

Im Laufe des Seminars haben wir uns mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt, die für die pädagogische Praxis relevant sind. Dabei lag der besondere Fokus auf dem Bezug zu den Medien.

Zu Beginn des Semester beschäftigten wir uns zunächst damit, warum ein erziehungswissenschaftliches Studium überhaupt wichtig für die spätere pädagogische Praxis ist. Dabei gingen wir erst einmal auf unsere eigenen Vorstellungen ein, um diese dann später mit denen Kollers abzugleichen. Dabei waren mir verschiedene Punkte wichtig, beispielsweise dass es eben immer verschiedene Ansätze gibt und dass diese kritisch reflektiert werden müssen. Außerdem ist mir klar geworden, dass Erziehung zukunftsorientiert sein muss und dass es sinnvoll ist, sich im Studium Zeit nehmen zu können, um sich über verschiedene Theorien und deren praktische Umsetzung Gedanken zu machen, um sie dann später schnell in die Praxis umsetzen zu können.

Bezogen auf mein eigenes Berufsziel, nämlich in der Forschung zur Gebärdensprache und Gehörlosenkultur zu arbeiten, bin ich mir sicher, dass mir einige dieser Theorien wieder begegnen werden und dass es gut ist, sich jetzt schon einmal damit auseinandergesetzt zu haben.

Auch schon während dieser ersten Arbeitsphase haben wir unsere eigenen Blogs erstellt, die dazu dienten, unsere Gedanken und Eindrücke, aber natürlich auch die zentralen Punkte der Theorien festzuhalten und somit unsere Lernfortschritte zu dokumentieren. Diese Blogs haben wir durch das gesamte Semester hinweg, weiter geführt und aktualisiert. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich vorher noch nie mit Blogs gearbeitet habe und das eine wertvolle Erfahrung für mich war. Dadurch konnten wir selbst schon mehr mit Medien arbeiten und haben eine Menge dazugelernt.

Als nächstes beschäftigten wir uns mit dem Thema Sozialisation, indem wir den Text von Marotzki und Krüger zur Sozialisation lasen und besprachen. Dabei wurden die Interaktionstheorie, Rollentheorie und Milieutheorie besprochen und auf ein selbst gewähltes Beispiel angewendet.

Insbesondere die Rollentheorie interessierte mich und ich möchte dazu gerne mein Essay verfassen, indem ich diese auf gehörlose Menschen beziehe.

Daran anschließend behandelten wir die Themen Mediensozialisation und Medium und Kultur. Dabei kam auch die die Frage auf, wozu man Medienkompetenz in der Erziehungswissenschaft überhaupt benötige, was auch im Unterricht besprochen wurde.

Danach griffen wir erneut den Text von Marotzki und Krüger auf, diesmal die Kapitel Erziehung und Lernen. Dazu wurden im Unterricht Gruppenarbeiten durchgeführt (wie bei den anderen Themen auch), die in der letzten Sitzung vorgestellt werden sollen.

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Anmerkungen zum Text von Marotzki zum Thema „Lernen“

Das gesamte Exzerpt bezieht sich auf das Kapitel 4.6 des Buches „Einführung in die Erziehungswissenschaft“ von Marotzki und Krüger.

Im Kapitel „Lernen“ beschreiben die Autoren zunächst, dass das Lernen ein wichtiges Thema sowohl in der Öffentlichkeit als auch speziell in der Erziehungswissenschaft darstelle. Dabei handele es sich nicht nur um das formelle Lernen, in Bildungsinstitutionen, sondern auch um das informelle Lernen, das außerhalb dieser Institutionen stattfinde und lebenslang praktiziert werde.

Im Folgenden gehen sie auf drei Konzeptgruppen des Lernens ein. Ich werde mich speziell mit der ersten auseinandersetzen: Klassische verhaltenstheoretisch ausgerichtete Theorien und Modelle:

 

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Behaviorismus, dessen Grundlage das Lernen als Mechanik von Reiz und Reaktion bildet. Demzufolge werde erwünschtes Verhalten bekräftigt, während unerwünschtes Verhalten korrigiert werde. Über die Verstärkung können Verhaltensmuster aufgebaut werden, also eine Abfolge bestimmter Reaktionen. Sie steuere den Erwerb von Verhaltensweisen. Skinner (1904-1990) beschreibt, dass sich das menschliche Verhalten durch Versuch und Irrtum charakterisiere. Demzufolge könne der Mensch lernen (trainieren), auf einen bestimmten Reiz anders zu regieren, da dieser Aspekt des Lernens nicht an genetische Einflüsse oder Reifungsprozesse gebunden sei. Auf diesen verhaltenstheoretischen Ansatz könne in verschiedenen Situationen zurückgegriffen werden, er habe jedoch auch Grenzen:

  • Menschliches Lernen werde hier stark vereinfacht
  • Innerpsychische Vorgänge spielten hier keine Rolle
  • Der Mensch könne in der Realität auf unterschiedliche Weise auf Umweltimpulse reagieren.

Dieser dritte Kritikpunkt ist Teil der konstruktivistischen Kritik. Diese stellt die These auf, dass der Impuls selbst bereits eine Handlung, also eine Reaktion auf etwas, sei. Er umfasse sowohl Wahrnehmung als auch Handlung. Reiz und Reaktion seien also Funktionen innerhalb eines Handlungszusammenhangs. Es sei abhängig von der Betrachtungsweise, was in einem Moment Reiz und was Reaktion ist. Grundsätzlich könne ein Vorkommnis beide Rollen einnehmen.

Der behavioristische Ansatz reiche jedoch nicht aus, um menschliches Lernen erklären zu können.

 

Es bedarf anderer Theorien. Im Folgenden beschreiben die Autoren konstruktivistisch ausgerichtete Lerntheorien und Modelle sowie situations-, lebenslauf- und biographieorientierte Theorien

und Modelle. Darauf werde ich jedoch nicht näher eingehen.

 

Die Autoren gehen nun auf das Lernen im Rahmen gesellschaftlicher Aufgaben ein. Der Club of Rome hat in Studien globale Probleme ermittelt, deren Lösung essentiell für das menschliche Überleben sei. Diese Probleme seien in den letzten Jahren gehäuft aufgetreten, jedoch seien noch keine Lösungen dafür in Sicht. Dieses Phänomen bezeichnet der Club of Rome als menschliches Dilemma und fordert, unsere Art und Weise zu lernen grundsätzlich zu durchdenken. Aus bildungstheoretischer Sicht hänge die Zukunft der Gesellschaft von einer neuen Weise des Lernens und der Bildung ab. Damit, so der Club of Rome, werde die Rolle des Pädagogen in Hinblick auf die Lösung globaler Probleme zukünftig steigen. Die Autoren warnen jedoch davor, die Pädagogik mit so einer großen Aufgabe zu überfordern. Wichtig sei, angesichts des menschlichen Dilemmas, ein vernünftiges Verhältnis zwischen Lern- und Bildungsprozessen zu finden.

Schließlich gehen die Autoren auf das Lernen mit neuen Informationstechnologien ein.

Der technische Fortschritt trage sicherlich dazu bei, Lernprozesse zu verbessern, andererseits reiche neue Technologie allein nicht aus. Darüber, wie technische Ressourcen genau zur Verbesserung der Lernprozesse eingesetzt werden sollen, herrsche keine einheitliche Meinung. Gegebenenfalls müsse sich die Funktion der Schule dahingehend ändern, dass sie das Internet mehr einbezieht und damit Medienkompetenz fördert. Das habe zwei wesentliche Veränderungen zur Folge:

  • Die Informationsarbeit korreliert mit Individualisierung und Problemorientierung von Lernprozessen […]
  • neue Kommunikations- und Partizipationsräume werden eröffnet“.

Die Autoren halten es momentan für angebracht, internetbasierte Projekte dosiert in den Schulalltag einzubeziehen.

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Anmerkungen zum Text von Marotzki zum Thema „Erziehung“

Marotzki beschreibt Erziehung als einen sehr vielfältigen Begriff, der unterschiedlich definiert werden könne. Im Anschluss werden einige ausgewählte Definitionen kurz vorgestellt.

In der Instruktionspädagogik im 18. Jahrhundert wurde Erziehung so verstanden, dass der Erzieher direkt auf den Zögling einwirke, beruhend auf dem Prinzip von Befehl und Gehorsam.

Nach Rousseau hingegen solle der Erzieher möglichst wenig auf den Zögling einwirken. Erziehung sei ein „Sich-Entwickeln“.

Kant kommt es darauf an, dass der Zögling lerne, den Regeln des Gemeinwesens zu folgen, um sich entwickeln zu können.

Schleiermacher sieht die Notwendigkeit der Erziehung darin, dass Wissen und Erfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben würden.

Prange beschreibt zudem, dass sich in Erziehung ein Machtgefälle zwischen Erzieher und Zögling zeige, dass im Laufe der Erziehung abgebaut werde.

Erzieher können sowohl die Eltern als auch pädagogische Institutionen sein. Als zu Erziehende werden Kinder definiert. Die Erziehungsnotwendigkeit habe also lebensgeschichtliche Grenzen.

Erziehung werde als intentionales Handeln verstanden. Sie verfolge den Zweck, Werte weiterzugeben, dabei aber auch den Zögling dahin zu bringen, selbst handlungsfähig zu werden.

Abschließend wird festgehalten, dass es wichtig sei, sich mit Erziehung auseinander zu setzen, um planbares Handeln zu initiieren.

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Anmerkungen zum Text von Thomas Mock „Was ist ein Medium“

Zunächst stellt Mock klar, dass der Begriff ‚Medium‘ ein sehr vielfältiger ist, der nur schwer zu definieren sei. Ein Medium sei etwas, das Menschen verbindet und ihnen somit Kommunikation ermöglicht. Er stellt dar, das es verschiedene Grundverständnisse davon gibt, was das Wort ‚Medium‘ bezeichnet und macht deutlich, wie wichtig deren Abgrenzung voneinander sei.

Die Bezeichnung Medium finde sowohl im alltäglichen als auch im wissenschaftlichen Zusammenhang Anwendung.

Das Medium als Kommunikationsmittel existiere auf drei verschiedenen Ebenen:

  • Medium als Mittel der Wahrnehmung
  • Medium als Mittel der Verständigung
  • Medium als Mittel der Verbreitung

Diese drei Ebenen seien voneinander abhängig und ließen sich daher nicht strikt trennen.

  • Das Medium als Form der Kommunikation

bilde eine vierte Ebene, die die ersten drei vereint und zusätzlich einen sozialen Aspekt aufnimmt. Das bedeutet, dass der Zusammenhang von Kommunikationsmitteln, Akteuren, Themen etc. als sozial anerkannte Weise der Kommunikation zum Medium werde.

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Mindmap Mediensozialisation

Hier finden sich die verschiedenen Ansätze zur Mediensozialisation nach Aufenanger in einem Mindmap.

 

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Anmerkungen zum Text „Mediensozialisation“ von Stefan Aufenanger

Aufenanger beschreibt zunächst, dass man sich schon seit der Entstehung der Medien selbst auch mit der Mediensozialisation auseinandersetze. Jedoch entstünden erst mit dem Aufkommen elektronischer Medien gesellschaftliche relevante Diskussionen um die Wirkung von (Massen-) Medien. Dabei werde allerdings der von Hurrelmann (2002) und Geulen (1985) angestoßene Paradigmenwechsel von einer normativen zu einer interaktionistischen Sichtweise der Sozialisation nicht genügend berücksichtigt. Demnach gehe es nicht nur darum, dass sich das Subjekt an die Gesellschaft anpasst, sondern viel eher darum, dass das Subjekt aktiv gesellschaftliche Wirklichkeit konstruiert.

Im Folgenden stellt Aufenanger verschiedene Blickrichtungen auf die Mediensozialisation vor. Beispielsweise kann in ‚medienzentrierte‘ (Einfluss der Medien auf den Menschen) und ‚rezipientenzentrierte‘ (Einfluss des Menschen auf die Medien) Perspektive unterschieden werden.

Unter der Perspektive des Verhältnisses zwischen Subjekt und Medien lassen sich weitere differenzierte Ansätze finden:

  1. „Medien wirken auf Menschen ein.“ (Aufenanger 2008: 87)
  2. „Menschen sind medienkompetent und selektieren das Medienangebot.“ (Aufenanger 2008: 88)
  3. „Menschen und Medien interagieren miteinander und Einflüsse müssen in diesem Gefüge gesehen werden.“ (ebd.)

Allein der dritte Ansatz lasse sich problemlos mit der interaktionistischen Sichtweise der Sozialisation vereinen. Das handelnde Subjekt müsse sich dabei unter spezifischen historischen und gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen aktiv mit der medialen Umwelt beschäftigen. Dabei sei Medienkompetenz vonnöten.

Aufenanger versucht nun, die zur Mediensozialisation vorliegenden Ansätze einzuordnen, ohne dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Er nimmt hier eine Einteilung in sechs Kategorien vor.

  1. Die Wirkungsperspektive. Hierbei werde vorrangig auf den Wirkungsaspekt der Medien auf das Subjekt eingegangen, beispielsweise der Wirkung des Computers auf Kinder (Greenfield 1987).
  2. Der medienökologische Ansatz. Medien und Medienumgang müssten im Zusammenhang mit alltäglichen Lebensvollzügen gesehen werden. Hier steht weniger der kausale Wirkungsaspekt im Vordergrund, sondern viel mehr „situative Gegebenheiten, ontogenetische Voraussetzungen der Mediennutzer und […] deren konstruktive Verstehensleistung“ (Lange: 317).
  3. Der aneignungstheoretische Ansatz. Die Subjekte setzten sich in lebensweltlichen Kontexten aktiv mit Medienangeboten auseinander, wobei die dabei angebotenen Geschichten und Symbole in die eigene Lebensbiografie eingegliedert würden.
  4. Die Strukturanalytische Rezeptionsforschung. Die Medienrezeption sei eine Situation sozialen Handelns. Betrachtet werden hier vor allem die Rolle und Funktion der Medien in Bezug auf den Alltag von Familien, insbesondere die Identitätsbildung und Lebensbewältigung.
  5. Die Selbstsozialisation. Medien dienten hier als Entwicklungshelfer, da die Kinder sie aktiv für das Entwickeln ihrer Weltanschauung und die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben nutzten.
  6. Die konstruktivistische Sotialisationstheorie. Sutter (1999) verbindet hierbei Aspekte der Systemtheorie und der interaktionistischen Sichtweise. Daraus ergeben sich drei Dimensionen: Medienkommunikation, Rezeption, Anschlusskommunikation. (Aufenanger 2008: 90)

Aufenanger zweifelt schließlich jedoch an, dass es eine eindeutige Definition für Mediensozialisation geben kann, da Medien in ihrer Struktur sehr vielfältig auftreten. Er kritisiert außerdem, dass bei Forschungen zur Mediensozialisation zu wenige Altersgruppen miteingeschlossen würden. Weiterhin rücke das Thema der Mediensozialisation zu wenig in den Blickpunkt der medienpädagogisch orientierten Forschung. Er fordert deshalb, sich in der Forschung stärker auch auf die Medienerziehung zu konzentrieren.

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Anmerkung zum Text von Marotzki und Krüger, insbesondere zur Rollentheorie

In dem Kapitel zur Sozialisation im Text „Einführung in die Erziehungswissenschaft“ von Marotzki und Krüger wird zu Beginn der Begriff ‚Sozialisation‘ eingeführt, der hier als „Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Vorrangig thematisch ist dabei…, wie sich der Mensch zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet.“ (Geulen/Hurrelmann 1980 S.51). Weiterhin wird zwischen Selbstsozialisation (Eigensinn und Eigenaktivität des Aktors) und Fremdsozialisation (von den Erwachsenen bereitgestellte Sozialisationsinstanzen) unterschieden.

Im Folgenden werden von den Autoren drei Theorien vorgestellt: Interaktionstheorie, Rollentheorie und Milieutheorie.

Ich werde nun genauer auf die Rollentheorie eingehen:

Eine Rolle entstehe dann, wenn festgelegte Verhaltenserwartungen an eine Person gestellt werden. In bestimmten Ansätzen der Rollentheorie werde behauptet, Menschen würden und sollten sogar ihre Rolle vollständig erfüllen, um gesellschaftliche Stabilität zu garantieren. Diese Ansicht lehnen die Autoren jedoch ab. Menschen könnten gar nicht immer ihre Rolle erfüllen, da oft keine Übereinstimmung zwischen Rollenerwartungen und den eigenen Bedürfnissen bestünde. Diese Diskrepanz müsse daher immer neu ausgehandelt werden. Man spricht hier von Frustrationstoleranz.

Auch gesellschaftlich definierte Rollen bedürften der Interpretation des Interaktionspartners. Vor allem da man auch mit verschiedenen Rollen konfrontiert werden kann, bedarf es der Fähigkeit, unterschiedliche Rollen(-interpretationen) miteinander zu verbinden. Das nennt man Ambiguitätstoleranz.

Da gesellschaftliche und individuelle Normen nicht immer übereinstimmen, würden Rollen nicht vollständig erfüllt. Manchmal erfüllten Menschen Rollen, obwohl sie nicht mit deren Erwartungen identifizierten und andererseits würden nicht immer alle Rollen erfüllt, obwohl dies möglich wäre. Das bezeichnet man als Rollendistanz. Sie sei vonnöten, um soziale Strukturen und Situationen nicht zu gefährden.

Alle drei Toleranzarten setzen voraus, dass der Mensch ein stabiles Selbst hat, das ihn von gesellschaftlichen Rollen unterscheidet. Dieses Selbst entstehe bei der Interaktion mit anderen Menschen. Soziale Rollen stabilisieren solche Interaktionsprozesse lediglich.

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Anmerkung zum Text von Wolf-Dieter Narr „Was ist Wissenschaft? Was heißt wissenschaftlich arbeiten? Was bringt ein wissenschaftliches Studium?“

Wolf-Dieter Narr, der selbst an der Universität Würzburg studiert hat und nun als Hochschullehrer arbeitet, schreibt hier einen Brief an StudentInnen, in dem er sie vom Wert eines wissenschaftlichen Studiums überzeugen und ihnen nützliche Tipps für dessen Gelingen mit auf den Weg geben will. Im ersten Kapitel fordert er die StudentInnen dazu auf, eigensinnig zu sein, selbst zu denken und sich Gedanken zu machen und ihr Studium dafür zu nutzen. Dazu gibt er ihnen Ratschläge:

  1. Sie sollten das Studium ernst nehmen und auch über den Tellerrand schauen.
  2. Außerdem sollten sich sich nicht von Enttäuschungen aus der Bahn werfen lassen und
  3. niemals den eigenen Kopf ausschalten, sondern alles kritisch reflektieren
  4. und „eine Person mit eigenem Gesicht bleiben“ (S.4, Z.29)
  5. Sie sollten sich nicht von den Studien- und Prüfungsordnungen verunsichern lassen.

Im zweiten Kapitel klärt er die Frage, was es eigentlich bedeutet, wissenschaftlich zu arbeiten. Dabei hebt er besonders hervor, dass es wichtig sei, niemals aufzuhören, Fragen zu stellen.

Im dritten Kapitel spricht er zusätzlich einige Empfehlungen für das wissenschaftliche Arbeiten aus:

  1. immer von einem Problem ausgehen
  2. klare Fragestellung formulieren
  3. sprachlich als Subjekt erkennbar bleiben
  4. Voraussetzungen prüfen und offenlegen
  5. Arbeit strukturieren
  6. Beschreibung und Analyse trennen
  7. erweiternd zusammenfassen
  8. individuelles Tun in Zusammenhänge stellen
  9. praxisorientierten und -kritischen Blick entwickeln
  10. „eigenen Kopf über der Literatur bewahren“ (S.17, Z.15)
  11. Abstand gewinnen.

Am Ende seiner Ausführungen weißt er darauf hin, dass er bei Fragen kontaktiert werden könne und sich bemühen werde, diese zu beantworten.

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Gruppenarbeit „Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis?“ – Ergebnisse

In unserer Gruppenarbeit haben wir uns darüber ausgetauscht, was im Allgemeinen und jeden einzelnen im Besonderen sinnvoll an einem erziehungswissenschaftlichen Studium ist. Wir sind zu mehreren Erkenntnissen gekommen. Die wichtigesten Punkte halte ich hier in vier Thesen fest.

Für uns ist es wichtig, sich im Studium kritisch mit erziehungswissenschaftlichen Theorien auseinanderzusetzen, um einen eigenen Standpunkt zu entwickeln.

Dabei entwickeln wir ein fundiertes Grundwissen, das sich später auf die verschiedenen realen Situationen übertragen lässt.

Außerdem sollten wir in unserer erzieherischen Funktion eine Vorbildfunktion zu übernehmen.

Für den Fall, dass man eine Laufbahn als Gymnasiallehrer einschlagen möchte, ist es außerdem sinnvoll, den Schülern vermitteln kann, wie ein Studium aussehen kann, sie sozusagen auf ihren zukünftigen Bildungsweg vorzubereiten.

Zusätzlich zu diesen 4 Punkten stimmen wir mit Hans-Christoph Koller überein, der in seinem Text weitere Argumente für ein erziehungswissenschaftliches Studium anführt. Weitere Argumente und Erklärungen finden sich in meinem Essay.

Unsere Notizen zur Gruppenarbeit finden sich hier.

 

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Auseinandersetzung mit dem Text von Hans-Christoph Koller „Warum die Auseinandersetzung mit Grundbegriffen, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft notwendig ist“

In dem Text „Warum die Auseinandersetzung mit Grundbegriffen, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft notwendig ist“ von Hans-Christoph Koller setzt er sich mit der Frage auseinander, warum ein erziehungswissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis ist und führt dabei verschiedene Gründe an. Er kommt dabei größtenteils zu ähnlichen Ergebnissen wie ich, jedoch gelingt es ihm manchmal, diese präziser zu formulieren.

Zunächst einmal geht er darauf ein, dass es in der Erziehungswissenschaft nicht nur ‚eine einzige‘ anerkannte Position gibt, der man folgen kann, sondern dass das Wissen umstritten ist und kritisch reflektiert werden muss, um eine eigene Urteilskompetenz zu erlangen, womit ich übereinstimme und was ich auch in meinem Text in ähnlicher Weise formulierte.

Als zweiten Grund führt er an, dass es von Nöten sei, allgemeines Fach- und Methodenwissen auf die spezielle Situation beziehen zu können. Auf diesen Punkt bin ich in meinen Ausführungen nur am Rande eingegangen, in dem ich sagte, dass es mir wichtig ist, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich in verschiedenen Situationen richtig mit den Kindern umgehen kann und dass ich ein erziehungswissenschaftliches Studium für sinnvoll halte, weil ich dabei lerne, selbstständig zu arbeiten.

Und drittens ist der Zukunftsbezug von erzieherischem Handeln von großer Bedeutung. Das im Studium erworbene Wissen muss sich noch viele Jahre später beweisen und deswegen ist es extrem wichtig, Reflexionskompetenz zu entwickeln. Auch diesen Punkt streife ich in meinen Ausführungen nur kurz, indem ich zum Ausdruck bringe, wie sehr man sich bewusst sein muss, dass alles erzieherische Handeln Konsequenzen für die Kinder nach sich zieht. Dass das pädagogische Handeln allerdings noch so viele Jahre später Kreise zieht und damit extrem zukunftsorientiert sein muss, hatte ich bisher noch nicht so bewusst wahrgenommen.

Besonders gefällt mir die letzte Passage des Textes, in der Koller noch einmal darauf eingeht, dass das Studium der Erziehungswissenschaft ebenfalls einen großen Vorteil gegenüber der sofortigen Ausübung des pädagogischen Berufs birgt, denn man hat dabei die Gelegenheit sich zunächst ohne Zeit- und Handlungsdruck mit konkreten Situationen beschäftigen, was es später leichter machen kann, schnell Pro-/ Kontraargumente zu prüfen, um Entscheidungen zu fällen. So habe ich auch in meinem Text erwähnt, dass ich es für sinnvoll erachte, sich zunächst mit der Theorie zu beschäftigen, um die später in die Praxis umsetzen zu können.

Alles in allem stimme ich also Hans-Christoph Kollers Aussagen zu. Meine Ausführungen zu diesem Thema sind eben wesentlich mehr auf meine spezielle Lernsituation bezogen.

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