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	<title>Christina Schwalbe &#187; 2008 &#187; September</title>
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	<description>Nachgedacht statt nachgemacht!</description>
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		<title>Christina Schwalbe</title>
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	<itunes:author>Christina Schwalbe</itunes:author>
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		<title>Nachlese: &#8220;Change of media &#8211; change of education&#8221;</title>
		<link>http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/2008/09/23/nachlese-change-of-media/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 17:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehr- und Lernformen]]></category>
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		<category><![CDATA[seminar]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Sommersemester 2008 ist zwar nun schon etwas länger vorüber, dennoch möchte ich gerne noch einmal einen Blick zurück auf mein Seminar &#8220;Change of media &#8211; change of education&#8221; werfen. Denn die Erfahrungen aus dem letzten Semester sind für die Planung des nächsten Seminars &#8220;Pedagogical Media Theory&#8221; doch von einiger Bedeutung.
Inhaltlicher Fokus des Seminars
(auf englisch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sommersemester 2008 ist zwar nun schon etwas länger vorüber, dennoch möchte ich gerne noch einmal einen Blick zurück auf mein Seminar &#8220;Change of media &#8211; change of education&#8221; werfen. Denn die Erfahrungen aus dem letzten Semester sind für die Planung des nächsten Seminars &#8220;Pedagogical Media Theory&#8221; doch von einiger Bedeutung.</p>
<p><strong>Inhaltlicher Fokus des Seminars</strong><br />
(auf englisch, da die Kurssprache auch englisch war)</p>
<p>What is perception? What is knowledge? What is communication? For centuries each society has answered these questions for itself and has done it in many different ways. The answers to these questions are closely related to the respectively prevalent media used for information and/or communication. The seminar deals with the history and development of media, ranging from the invention of the central perspective and the book print to the emergence of a ubiquitous use of digitally networked and networking media. Cultural-sociological and educational implications in the specific epochs are of special interest. The main focus of discussion will concentrate on the increasing interconnectedness and its impact on further developments particularly in educational institutions. The students shall understand the relation of media, communication, representation and education. Awareness shall be raised for the impact of technological changes on educational processes and settings.</p>
<p><strong>Organisation und Methodik</strong></p>
<p>Wie auch die Seminare von <a title="Seminar Ralf Appelt" href="http://appelt.net/2008/09/03/review-of-a-seminar-with-blogs-a-wiki-and-more/">Ralf Appelt </a>und <a title="Seminar Wey-Han Tan" href="http://eped.loveitorchangeit.com/2008/08/26/reviewing-the-seminar-games-play-and-education/">Wey-Han Tan</a> wurde dieses Seminar sowohl für Studierende der Erziehungswissenschaft hier in Hamburg als auch für Studierende des internationalen Masterstudiengangs <a title="ePedagogy Design" href="http://eped.loveitorchangeit.com">ePedagogy Design</a> aus Helsinki und Rotterdam angeboten. Diese besonderen Voraussetzungen &#8211; die Mehrzahl der Studierenden und ich als Dozentin anwesend hier an der Uni in Hamburg plus ein paar Studierende, die alle einzeln an verschiedenen Orten sind &#8211; stellten einige Herausforderungen an die Planung und Durchführung des Seminars.</p>
<p><a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/files/2008/09/bild-4.png"><img class="alignright size-medium wp-image-13" style="float: right;margin-left: 5px;margin-right: 5px" src="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/ferner/files/2008/09/bild-4-300x217.png" alt="Screenshot einer Wikiseite" width="300" height="217" /></a>Um die über das Internet zugeschalteten Studierenden nicht in erster Linie zu Zuschauern zu machen, sondern aktiv in die Seminargestaltung mit einzubeziehen, wurde das Seminar als Projektseminar gestaltet. Zur kollaborativen inhaltlichen Arbeit hatte ich ein <a title="Wiki - Change of media " href="http://wiki.christinaferner.de">Wiki</a> (siehe Screenshot. Grafik in der Wikiseite: <a title="Trendone" href="http://www.trendone.de">Trendone</a>) zur Verfügung gestellt, die Kommunikation lief in den Projektgruppen über Skype, für Diskussionen und Präsentationen im Plenum wurde Adobe Connect verwendet. In den ersten drei Sitzungen sollten allgemeine einführende Texte gelesen und in kleinen Gruppen diskutiert werden. Als Ergebnisse der Diskussionen sollten Exzerpte und Anmerkungen zu den Texten in das Wiki geschrieben werden. Für die nächsten Wochen wurde dann aktiv in den Gruppen an den jeweiligen Themen gearbeitet:</p>
<ul>
<li>Central perspective, book print and beyond</li>
<li>Hypertext and database</li>
<li>The networked and networking society</li>
<li>Current challenges in education</li>
<li>Cultural implications of media</li>
</ul>
<p>Ziel der Projektarbeit sollte es sein, die Themen so zu bearbeiten, dass zukünftige Studierende sich anhand der aufgebauten Wissens- und Informationsdatenbank eigenständig mit dem Thema auseinandersetzen können. Dazu gehörte es, Materialien und Literatur zusammenzustellen, Textexzerpte zu schreiben, kleine Multimedia-Snippets zu produzieren etc. Auch kleine Denkanstöße, wie sie normalerweise aus Diskussionen im Seminar entspringen, sollten in Form von Leitfragen, Vernetzungen etc. eingebaut werden.</p>
<p>Die letzten Sitzungen wurden dazu genutzt, die (Zwischen-) Ergebnisse der Projektarbeit zu präsentieren. Dabei war die Anforderung, dass die präsentierende Gruppe auch die Studierenden aus Helsinki durch eine Moderation in Adobe Connect mit einbindet.</p>
<p><strong>Erfahrungen und Fazit<br />
</strong></p>
<p>Die Projektarbeit mit dem Wiki wurde von allen Studierenden durchweg sehr positiv aufgenommen. Ich hatte nur am Anfang einmal kurz die wichtigsten Funktionen des Wikis gezeigt und dann nach dem Prinzip Learning by Doing weiter verfahren lassen. Auch habe ich nicht in die Strukturierung der Inhalte im Wiki eingegriffen, sondern lediglich dazu aufgerufen, dass sich die Studierenden selber eine Ordnung überlegen sollen. Diese Art des explorativen Lernens kann ich nur weiter empfehlen, alle Studierenden konnten sich in den meisten Situationen anhand der Hilfeseiten des Wikis sehr gut zurechtfinden und konnten nach einiger Zeit sehr gut mit dem Wiki umgehen.</p>
<p>Auch wurde es von den Studierenden positiv aufgenommen, dass sie sich eigenverantwortlich mit ihren Themen auseinandersetzen konnten &#8211; meine Hilfestellung bestand in erster Linie darin, immer wieder nachzuhaken und weitere Ideen zu geben, wo sie noch weitere Informationen finden. Ich habe zumindest versucht, durch gezielte, auch provizierende Fragen die Studierenden dazu zu bringen, sich auch kritisch mit vorhandenen Inhalten auseinander zu setzen, ich glaube zumindest, dass es funktioniert hat.</p>
<p>Bei der Arbeit mit dem Wiki hatte ich ausdrücklich dazu aufgerufen, auch auf Seiten der anderen zu verlinken, falls dort auch zum Thema passende Informationen zu finden seien, um so am Ende nicht eine Sammlung einzelner, getrennter Themenkomplexe zu haben. Es wurde nur sehr zögerlich auf Seiten der anderen verlinkt, es war doch immer diese Hemmschwelle zu spüren, zu sehr von dem eigenen aufzugeben.  Auch hatte ich versucht, die Studierenden dazu zu bringen, die Texte der Kommilitonen auch zu bearbeiten. Diese Möglichkeit wurde so gut wie gar nicht genutzt, aus Angst, etwas der anderen kaputt zu machen. Vielleicht lässt sich zukünftig tatsächlich kollaborative Arbeit dadurch erreichen, dass alle Studierenden gemeinsam  an einem Text arbeiten und diesen exzerpieren und analysieren sollen. Als Einstieg in diese Art des Arbeitens könnte die Analyse der Historie eines Wikipedia-Artikels dienen, eventuell lässt sich so die Hemmschwelle abbauen.</p>
<p><a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/files/2008/09/bild-6.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-12" style="margin-left: 10px;margin-right: 10px;float: left" src="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/ferner/files/2008/09/bild-6-300x237.png" alt="" width="300" height="237" /></a>Als schwierig erwies es sich, die Studierenden aus Helsinki gleichberechtigt in die gesamte Seminargruppe mit einzubeziehen, jedoch gelang die Kommunikation in den Kleingruppen während der Projektarbeit über Skype relativ gut. Diskussionen und Präsentationen im Plenum waren technisch meist recht problematisch. Außerdem waren insbesondere die Präsentationen der Projektarbeiten in der Regel relativ lange Vorträge, die zu wenig visualisiert wurden. Dies führte dazu, dass die Studierenden in Helsinki relativ schnell abschalteten, da sie von der Situation in Hamburg nur ein sehr unvollständiges, kleines Bild per Video erhielten. In Diskussionen wurden die Studierenden aus Helsinki kaum aktiv mit einbezogen. Dies lag sicher auch daran, dass nur einer der Fern-Studierenden eine Webcam hatte, die anderen waren lediglich Stimmen aus dem Lautsprecher. Die Einbindung des einen Studierenden mit Webcam klappte recht gut: Wir hatten ihn quasi in Lebensgröße als Vollbild auf einem iMac auf dem Tisch stehen, und hatten so die Illusion einer face-to-face Kommunikation im gleichen Raum &#8211; das Gefühl, im gleichen Raum zu sein ist wohl immer noch sehr wichtig für eine erfolgreiche Kommunikation.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>GMW-Tagung: live-Bericht</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 12:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagung]]></category>
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		<description><![CDATA[

Nach langer Pause hier im Blog (Urlaub und Vor-Urlaubs-Termindruck) berichte ich nun live von der GMW-Tagung in Krems. Gemäß dem aktuellen Trend natürlich ein Blogbeitrag &#8216;under construction&#8217;.
Begonnen hat die Tagung mit den ogligatorischen Grußworten und der Keynote von Robin Mason: &#8220;The impact of Social Networking on Higher Education&#8221; &#8211; spannender Titel, schade, dass jedoch kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/files/2008/09/poster_gmw.png"><br />
</a></p>
<p>Nach langer Pause hier im Blog (Urlaub und Vor-Urlaubs-Termindruck) berichte ich nun live von der <a title="GMW 08" href="http://www.gmw08.at">GMW-Tagung in Krems</a>. Gemäß dem aktuellen Trend natürlich ein Blogbeitrag &#8216;under construction&#8217;.</p>
<p>Begonnen hat die Tagung mit den ogligatorischen Grußworten und der Keynote von <a title="Robin Masion" href="http://www.gmw08.at/programm/key-notes/robin-mason">Robin Mason:</a> &#8220;The impact of Social Networking on Higher Education&#8221; &#8211; spannender Titel, schade, dass jedoch kaum Neues dabei war. Da mich das Thema Social Networking in Bildungsprozessen gerade in Bezug auf meine Arbeit an <a title="life.epb.uni-hamburg.de" href="http://life.epb.uni-hamburg.de">life</a> im Projekt <a href="http://mms.uni-hamburg.de/epush">ePUSH</a> sehr interessiert, hatte ich gehofft, neue Aspekte zu hören. Doch es ging nicht speziell um Social Networking sondern in erster Linie allgemein um Social Software, das Mitmach-Web und insbesondere um User Generated Content. Die Betrachtungen hielten sich eher auf sehr stark anwendungsbezogenen Ebene, tiefer gehende Überlegungen, wie sich die aktuellen sozio-technologischen Veränderungen auf Bildungsinstitutionen insgesamt auswirken blieben leider aus. Angenehm fand ich jedoch die Fokussierung auf veränderte Mediennutzungsgewohnheiten Studierender und welche Herausforderungen sich konkret für Lehrende dabei ergeben. Ein wichtiger Aspekt, den Robin Mason dabei herausstellte, war die sich verändernde Rolle der Lehrenden: Es geht nicht mehr so sehr darum, Wissen weiter zu geben, sondern Fähigkeiten zur Reflexion und zum Umgang mit vielfältigen Informationen und einem komplexen Medium aufzubauen. Aufgrund der überall vorhanden Informationen zu verschiedensten Themen ist es kaum noch möglich, als Lernziel eines Seminars einen vorher definierten Wissenserwerb zu formulieren, sondern Studierende sollen eher dazu ermutigt werden sich selber durch vorhandene Informationen &#8220;zu wühlen&#8221; und diese in eigene Kontexte zu bringen.</p>
<p>Nun geht es weiter zu <a title="Klaus Wannemacher" href="http://www.gmw08.at/programm/abstracts/wikipedia-stoerfaktor-oder-impulsgeber-fuer-die-lehre/abstract">Klaus Wannemacher: Wikipedia &#8211; Störfaktor oder Impulsgeber für die Lehre?</a></p>
<p><span style="text-decoration: line-through">Ein ganz kurzes Update (der Akku war leer, alle Steckdosen besetzt und die Pausen wurden für Gespräche genutzt, gleich geht es weiter zum Abendprogramm&#8230;): Vorträge sehr durchwachsen, Infos dazu folgen später. Aber die Postersession war sehr erfolgreich, interessante Diskussionen zu <a title="life.epb.uni-hamburg.de" href="http://life.epb.uni-hamburg.de">life</a>. Auch dazu später mehr.</span></p>
<p>Der Vortrag von Klaus Wannemacher, übrigens nominiert für den LPlus-Best Paper Award (aber nicht der Gewinner), war insgesamt eine sehr solide Darlegung der Vorbehalte gegenüber Wikipedia, die er dann diskutiert hat. Insbesondere das Thema Plagiarismus wurde diskutiert &#8211; das Problem der Hausarbeiten, die per Copy&amp;Paste aus Wikipedia-Artikeln zusammengeschraubt werden. Gut fand ich, dass Plagiatsfindungsprogramme eher nicht als Lösung genannt wurden, sondern Wannemacher stellte die Frage in den Raum, ob &#8211; wenn es möglich ist, teils auch gute Hausarbeiten einfach mit Hilfe von frei verfügbarem Wissen aus Wikipedia zusammenzustellen &#8211; man sich nicht überlegen müsste, ob dann die Prüfungsformen sich verändern müssten. Interessante Anregungen, wie Wikipedia nicht als Störfaktor sondern als Impulsgeber für die Lehre genutzt werden kann findet man evtl. in der Linkliste zu ca. 80 Projekten und Seminarkonzepten, die den Mythos Wikipedia in Praxis und Theorie behandeln, leider hat die Zeit nicht ausgereicht, das wirklich zu vertiefen. Sobald diese Liste zur Verfügung steht werde ich sie hier verlinken, ebenso wie auch die Präsentation.</p>
<p>Isa Jahnkes Vortrag<a title="Isa Jahnke" href="http://www.gmw08.at/programm/abstracts/integration-informeller-lernwege-in-formale-universitaetsstrukturen-das-modell-sozio-technische-communities/abstract"> Integration informeller Lernwege in formale Universitätsstrukturen: Vorgehensmodell ‚ÄûSozio-technische Communities« </a>klang für mich sehr spannend und ich hatte mir Anregungen für <a title="life.epb.uni-hamburg.de" href="http://life.epb.uni-hamburg.de">life</a> erwartet &#8211; leider ging es nur um ein Forum, was seit einigen Jahren an der TU Dortmund für Studierende eingerichtet wurde um Fragen zur Studienorganisation zu klären. Die &#8220;informellen Lernwege&#8221; waren für mich so nicht ersichtlich. Schade!</p>
<p><a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/files/2008/09/poster_gmw.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-9" src="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/ferner/files/2008/09/poster_gmw-212x300.png" alt="" width="212" height="300" /></a>Allerdings konnte ich in der später folgenden Postersession an einige der Diskussionen anschließen, die wir im Anschluss an diesen Vortrag begonnen hatten. <a title="ePUSH" href="http://mms.uni-hamburg.de/epush">ePUSH</a> und speziell life stießen insgesamt auf reges Interesse aus unterschiedlichen Richtungen. Es scheint, als stünden wir mit unserer Einschätzung nicht alleine da, dass Hochschulen als (nicht verpflichtendes!) Angebot für Studierende Kommunikations- und Informationsstrukturen anbieten sollten, die von den Studierenden genutzte Funktionen wie z.B. <a title="facebook" href="http://www.facebook.com">facebook</a> und <a title="studiVZ" href="http://www.studivz.de">studiVZ</a> bieten und zusätzlich Features zur Studienorganisation integrieren. Gerade das Argument, dass eben diese informellen Kommunikationswege als universitäres Angebot mit dazu beitragen können, einen reflektierten und sinnvollen Umgang mit digitalen Medien zu befördern wurde häufig genannt. Nicht nur ich bin also gespannt, ob wir damit auf das richtige Pferd gesetzt haben und <a title="life.epb.uni-hamburg.de" href="http://life.epb.uni-hamburg.de">life</a> von den Studierenden auch angenommen wird.</p>
<p>Vom zweiten Tag möchte ich nur kurz auf den <a title="Has the Net Generation Arrived at University?" href="http://elearningblog.tugraz.at/archives/1144">Vortrag von Martin Ebner</a> eingehen. Anschließend an <a title="Gibt es eine Net Generation" href="http://www.zhw.uni-hamburg.de/uploads/schulmeister-net-generation_v2.pdf">Rolf Schulmeisters Kritik</a> an der Unwissenschaflichkeit, mit der der Begriff &#8220;Net Generation&#8221; verwendet wird haben <a title="Martin Ebner" href="http://elearningblog.tugraz.at/">Martin Ebner</a> und <a title="Mandy Schiefner" href="http://www.mandyschiefner.ch">Mandy Schiefner</a> eine Studie durchgeführt um zu untersuchen, ob diese Net Generation tatsächlich so medienaffin ist. Dabei wurde vor allem die Nutzung von digitalen Medien überprüft: Welche Geräte besitzen Studierende? Nutzen sie das Internet? Kennen sie den Begriff Web 2.0? Was verstehen Sie darunter? Welche Applikationen nutzen sie in diesem Kontext? Als Ergebnis hielt Ebner fest, dass die Net Generation technisch besser ausgerüstet ist, Internetanschluss quasi flächendeckend vorhanden ist, digitale Kommunikationskanäle sich etabliert haben &#8211; Web 2.0 allerdings in erster Linie nur mit <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a> und <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com">YouTube</a> gleichgesetzt wird. Er kommt am Ende zu dem Schluss, dass es die viel zitierte Net Generation nicht gibt, da nur sehr wenige tatsächlich aktiv im www Inhalte erstellen. Die Frage, die sich mir jedoch stellt: die Kommunikationsstrukturen verändern sich, das Internet als viel genutztes, allgegenwärtiges Kommunikationsmedium folgt einer anderen Logik als frühere Kommunikationsmedien, inbesondere Wikipedia wird als Informationsquelle sehr viel genutzt, der Status und die Verfügbarkeit von Wissen und Information ist spürbar im Wandel &#8211; das lässt sich auch aus den Zahlen der Studie herauslesen; lassen sich kulturelle Veränderungen und veränderte Kommunikationsgewohnheiten tatsächlich durch eine Studie bestätigen oder negieren, die ausschließlich auf die Quantisierung der Mediennutzung abzielt?</p>
<p>Als Gesamtfazit zur GMW 08 kann ich sagen, dass die meisten Vorträge, die ich gehört habe sehr auf die Praxis abzielen, Konzepte, die dahinter stehen hatten leider kaum Platz, teilweise auch wegen der Kürze der Zeit &#8211; das ist schade, da ich es sehr wichtig finde, praktische Umsetzung und theoretische Fundierung immer miteinander zu verknüpfen. Allerdings haben sich insbesondere in den Pausen sehr viele spannende Diskussionen ergeben (wie das ja meistens so ist auf Tagungen), ich konnte einige interessante und interessierte Leute kennen lernen, mich von anderen Projekten inspirieren lassen und fahre nun mit dem Gefühl nach Hause, zwei schöne, interessante Tage in Krems verbracht zu haben.</p>
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