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	<title>Christina Schwalbe &#187; 2009 &#187; Dezember</title>
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	<description>Nachgedacht statt nachgemacht!</description>
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		<title>Christina Schwalbe</title>
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		<title>Das Internet &#8211; ein Bildungsraum?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 10:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Schwalbe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim EduCamp im Februar hier in Hamburg wird es, wie angekündigt, eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Das Internet &#8211; ein Bildungsraum?&#8221; geben. Die Diskussion wird am Samstag, den 6. Februar 2010 um 11 Uhr an der Universität Hamburg, Fakultät EPB im Von-Melle-Park 8 stattfinden.
Auf dem Podium diskutieren miteinander und auch mit dem Publikum Prof. Dr. Petra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim <a title="EduCamp Hamburg" href="http://educamp.mixxt.de">EduCamp im Februar hier in Hamburg</a> wird es, wie angekündigt, eine <a title="Podiumsdiskussion &quot;Das Internet - ein Bildungsraum?&quot;" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/educamp/2009/12/15/podiumsdiskussion-das-internet-ein-bildungsraum/">Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Das Internet &#8211; ein Bildungsraum?&#8221; </a>geben. Die Diskussion wird am <em>Samstag, den 6. Februar 2010 um 11 Uhr an der Universität Hamburg, Fakultät EPB im Von-Melle-Park 8</em> stattfinden.</p>
<p>Auf dem Podium diskutieren miteinander und auch mit dem Publikum <a title="Prof. Dr. Petra Grell" href="http://www.uni-potsdam.de/db/grellblog/">Prof. Dr. Petra Grell</a>, <a title="Prof. Dr. Benjamin Jörissen" href="http://joerissen.name/">Prof. Dr. Benjamin Jörissen</a>, <a title="Lisa Rosa" href="http://shiftingschool.wordpress.com/">Lisa Rosa</a> und <a title="Prof. Dr. Rolf Schulmeister" href="http://www.zhw.uni-hamburg.de/zhw/?page_id=148">Prof. Dr. Schulmeister</a></p>
<p><a href="http://www.medialogy.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/fishbowl.jpg"><img class="alignnone" src="http://www.medialogy.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/fishbowl.jpg" alt="" width="339" height="320" /></a></p>
<p>Wir haben nun aufgrund der <a title="Form follows function!" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/2009/12/02/form-follows-function/">Erfahrungen der Podiumsdiskussion bei der Campus Innovation</a> für die <a title="Podiumsdiskussion &quot;Das Internet - ein Bildungsraum?&quot;" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/educamp/2009/12/15/podiumsdiskussion-das-internet-ein-bildungsraum/">Podiumsdiskussion beim EduCamp</a> eine Entscheidung getroffen, wie wir mit <a title="http://twitter.com" href="http://www.twitter.com">Twitter</a> umgehen wollen bzw. wie wir die Diskussionsrunde öffnen wollen: Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur eine Expertenrunde auf ein Podium zu setzen, die eine Schaudiskussion machen und das Publikum keine Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und so die Diskussionsrunde thematisch auch mit zu gestalten. Allerdings bietet <a title="http://twitter.com" href="http://www.twitter.com/">Twitter</a> aufgrund des geringen <a title="Signal-Rausch-Abstand" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Signal-Rausch-Verh%C3%A4ltnis">&#8220;Signal-Rauschabstandes&#8221;</a> hier nicht die Möglichkeit, dass sich das Publikum wirklich mit einbringt &#8211; es scheint eher nur so, als ob es tatsächlich Partizipationsmöglichkeiten hätte. Daher möchten wir nicht selber die Nachfragen und Anmerkungen aus dem Publikum aus <a title="http://twitter.com" href="http://www.twitter.com/">Twitter</a> herausfiltern und in die Diskussion mit einbringen, sondern eine Möglichkeit bieten, sich auch mit komplexeren Fragen und auch Statements an der Diskussion zu beteiligen und diese damit auch thematisch etwas mitlenken zu können. Wir haben uns dafür entschieden, auf eine Twitterwall im Raum verzichten, um die Konzentration auf der Diskussion zu halten. Um die Diskussion zu öffnen und Partizipation zu ermöglichen, werden wir die Diskussion nach der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl">Fishbowl-Methode </a>durchführen: Auf dem Podium steht ein zusätzlicher freier Stuhl, der für Nachfragen und Beiträge aus dem Publikum bereit steht. Dieser kann dann natürlich auch genutzt werden, um interessante Fragen auch aus dem Twitterstream in die Diskussion mit einzubringen &#8211; aber man hat doch etwas mehr Raum zum ausformulieren von Fragen, Statements etc.</p>
<p>Zusätzlich werde ich als Moderatorin versuchen, den Twitterstream im Auge zu haben auf einem kleinen Monitor, um ggf. darauf reagieren zu können und den Diskussionsverlauf entsprechend lenken zu können.</p>
<p><strong>Zum Thema der Podiumsdiskussion</strong></p>
<blockquote><p>Die aktuellen medientechnologischen Entwicklungen, häufig subsumiert unter dem Schlagwort ‚ÄûWeb 2.0«, werden insbesondere in Hinblick auf ihre Bedeutung für die pädagogische Praxis sowie hinsichtlich neuer Bildungsherausforderungen vielfältig und auch kontrovers diskutiert. Die Spannweite der Positionen ist hier sehr weit gefasst. Auf der einen Seite finden sich einige eher als optimistisch zu bezeichnende Einschätzungen der Möglichkeiten des Web 2.0 für neue Formen des Lehrens und Lernens. Dabei werden insbesondere die Potentiale von Social Software zur Kollaboration, zur Vernetzung und zur Selbstorganisation im Netz hervorgehoben. Häufig wird in diesem Zusammenhang eine sich gerade neu herausbildende Generation von Lernenden beschrieben, die verstärkt partizipative, vernetzte und selbstorganisierte Kommunikationsformen als selbstverständlich auch in Bildungsinstitutionen ansehen. Das Konzept dieser so genannten ‚ÄûNet Generation« ist jedoch nicht unumstritten. Einige Kritiker des Konzeptes bestreiten die Existenz einer ganzen Generation netzaffiner Jugendlicher und sehen die Aktivität im Web 2.0 nur als Phänomen von Minderheiten an. Ebenfalls sehr unterschiedlich bewertet wird in diesem Kontext die Frage danach, wie sehr sich die neuen medialen Umwelten und die damit zusammenhängenden neuen Kommunikations- und Kooperationsformen auf Lern- und Bildungsprozesse tatsächlich auswirken.</p>
<p>Im Rahmen der Podiumsdiskussion sollen unterschiedliche Positionen und Einschätzungen hinsichtlich der Bedeutung des Netzes für Bildungsprozesse zur Sprache gebracht und diskutiert werden. Dabei steht die Frage nach dem Verständnis des Internets als (Bildungs-)Medium im Zentrum der Diskussion: Erleben wir aktuell die Entwicklung eines neuen Leitmediums? Und wenn ja, in welchem kulturellen und zeitlichen Horizont ist dieser Wechsel des Leitmediums zu sehen? Könnte man annehmen, dass dem aktuellen medialen Umbruch ähnliche Wirkungen auf kulturelle, soziale und evtl. sogar kognitive Prozesse zugeschrieben werden können wie der Erfindung des Buchdrucks? Oder ist das Phänomen des Web 2.0 mit den damit in Verbindung stehenden neuen Formen der Kommunikation und Kollaboration nur ein Hype, der letztendlich auf Prozesse des Lehrens und Lernens in Bildungsinstitutionen nur geringe Auswirkungen haben wird? Verstehen wir damit Computer und Internet bzw. allgemein die aktuellen digital-vernetzten Medien nur als neue (technische) Geräte, die im Prozess der Wissensvermittlung in pädagogischen Umgebungen Verwendung finden können und sollen, denen aber keine oder nur geringe Prägekraft für Verhalten und Einstellungen der Lernenden und Lehrenden zugeschrieben werden?</p>
<p>Ob wir uns nun jedoch als Web-Enthusiasten oder als Kritiker bezeichnen würden, eine zentrale Frage dürfen wir angesichts des rasanten technologischen Fortschritts nicht unbedacht lassen: Welche Herausforderungen stellen sich durch die aktuellen medientechnologischen Entwicklungen für die pädagogische Praxis und auch für erziehungswissenschaftliche Theoriebildung?</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Form follows function!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 14:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Schwalbe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Nachklang zur Campus Innovation bzw. insbesondere im Nachklang zur Podiumsdiskussion zu ePortfolios, möchte ich noch einmal einen kritischen Blick auf unseren dort gestarteten Versuch zur Öffnung der Diskussion werfen ‚Äì insbesondere auch, um diese Erfahrungen in die Planung für die Podiumsdiskussion auf dem EduCamp im Februar hier in Hamburg mit einfliessen lassen zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachklang zur <a href="http://www.campus-innovation.de/node/628">Campus Innovation</a> bzw. insbesondere im Nachklang zur Podiumsdiskussion zu ePortfolios, möchte ich noch einmal einen kritischen Blick auf unseren dort gestarteten Versuch zur Öffnung der Diskussion werfen ‚Äì insbesondere auch, um diese Erfahrungen in die Planung für die Podiumsdiskussion auf dem <a title="http://educamp.mixxt.de/" href="http://educamp.mixxt.de/">EduCamp im Februar hier in Hamburg</a> mit einfliessen lassen zu können. Die Diskussionsrunde (insgesamt acht Teilnehmer auf dem Podium) wurde durch einen Backchannel auch für Rückmeldungen aus dem Publikum geöffnet und gleichzeitig für nicht physisch anwesende Interessierte <a title="http://twitter.com/eportfolio_ci09" href="http://twitter.com/eportfolio_ci09">per Twitter zusammengefasst</a> &#8211; so dass sich damit auch potentiell der Kreis der Mitdiskutanten im Backchannel vergrößerte.</p>
<p>Der Grund, dass wir diesen Versuch gestartet hatten, war die Diskussion zur Integration von Twitter auf Tagungen bzw. bei Podiumsdiskussionen nach der GMW-Tagung (nachzulesen z.B. bei <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=381">Joachim Wedekind</a>, <a href="http://blog.kerres.name/2009/09/gedanken-zu-bel09.html">Michael Kerres</a> oder <a href="http://2headz.ch/blog/2009/09/gmw-09-blicke-zurueck/">Mandy Schiefner &amp; Matthias Rohs</a>).</p>
<p>Zur Orientierung möchte ich ganz kurz skizzieren, wie genau diese Öffnung gestaltet wurde:</p>
<ul>
<li>Die      Podiumsdiskussion wurde moderiert von <a href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/">Kerstin Mayrberger</a>, die auch schon      einen <a href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/?p=153">Kommentar      zu diesem Versuch</a> verfasst hat. <a href="http://appelt.net/">Ralf      Appelt </a>protokollierte <a href="http://twitter.com/eportfolio_ci09">die gesamte Diskussion      öffentlich auf Twitter</a> und sorgte damit für den Kommunikationsfluss von      <em>innen </em>nach <em>außen</em>. Ich hielt als Co-Moderation den Backchannel im Auge und      brachte ausgewählte Kommentare und Fragen dann in die Diskussion auf dem      Podium mit ein &#8211; und sorgte damit für den Kommunikationsfluss von <em>außen </em>nach <em>innen.</em></li>
<li>Per <a href="http://twitter.com/#search?q=ci09">Twitter</a> oder <a href="http://backnoise.com/?ci09">backnoise.com</a> konnten die Zuhörer      eigene Kommentare und Fragen mit in die Diskussionsrunde einbringen      (<a href="http://backnoise.com/?ci09">backnoise.com</a> ermöglicht die Partizipation am Backchannel auch ohne      eigenen Twitteraccount). Über eine Twitterwall, die auf eine Leinwand im      Rücken der Podiumsteilnehmer projiziert wurde, konnten alle Zuhörer      zeitgleich die Diskussion auf dem Podium verfolgen und die Kommentare und      Nachfragen des Publikums verfolgen. Dieses Vergnügen hatten aufgrund der      räumlichen Anordnung nur einige wenige der Podiumsteilnehmer, die aufgrund      ihrer Sitzposition am Rand auch einmal einen Blick zur Seite auf die      Twitterwall wagen konnten &#8211; was dann auch dazu geführt hat, dass auch aus      der Diskussionsrunde direkt getwittert wurde.</li>
<li>Zusätzlich zu      Rückfragen per <a href="http://twitter.com/#search?q=ci09">Twitter</a> und <a href="http://backnoise.com/?ci09">backnoise.com</a> konnten auch mündliche Nachfragen      direkt aus dem Publikum gestellt werden.</li>
</ul>
<p><strong>Kritik &#8220;von innen&#8221;</strong></p>
<p>Ich möchte kurz einige wichtige Kritikpunkte ausführen, warum aus meiner Sicht als Co-Moderation die Öffnung dieser Podiumsdiskussion für die Partizipation des Publikums nicht unbedingt gewinnbringend war. Das ist natürlich aufgrund der subjektiven Perspektive nur eine fragmentarische Beurteilung eines doch sehr komplexen Settings. Ich freue mich über weitere Perspektiven und Einschätzungen zu diesem Versuch als Kommentare zu diesem Beitrag.<strong></strong></p>
<p><strong>a. Zeitlicher Versatz &amp; inhaltliche Passung</strong></p>
<ul>
<li> Aus Sicht der Co-Moderation fand ich es sehr schwierig, dem Anspruch gerecht zu werden, die vielen interessanten Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum ausreichend zu würdigen und auch mit in die Podiumsdiskussion einzubringen. Ich hatte mehrmals einige interessante Fragen herausgesucht, die ich dann insgesamt drei Mal mit in die laufende Diskussion einbringen konnte &#8211; doch genau hier lag das größte Problem: die Diskussion auf dem Publikum wurde natürlich durch die Podiumsteilnehmer und die Moderatorin inhaltlich geleitet, und ich wollte hier nicht durch das Publikum die inhaltliche Lenkung übernehmen lassen und konnte damit nur Fragen mit einbringen, die auch in dem &#8220;Moment der Öffnung&#8221; zum Diskussionverlauf passten. Dadurch wurden einige sehr interessante Fragen leider zurück gestellt, die zu dem Zeitpunkt, als sie im Backchannel geschrieben wurden, sehr passend gewesen wären &#8211; einige Statements später jedoch den Diskussionsverlauf auf dem Podium wieder auseinander gerissen hätten.</li>
<li>Sinnvoller im Sinne eines gut aufgebauten Diskussionsverlaufs wäre es, wenn die Moderation des Podiums und die Integration des Backchannels durch ein und die selbe Person übernommen würde ‚Äì was dann aber wohl wieder zu Lasten der Konzentration der Moderation ginge und damit vermutlich auch hier wieder kein Mehrwert für die inhaltliche Gestaltung der Diskussion durch die Integration eines Backchannels zu erwarten wäre.</li>
</ul>
<p><strong>b. Reizüberflutung &amp; Konzentration</strong></p>
<ul>
<li> Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass die Konzentration sowohl der Podiumsteilnehmer als auch des Publikums sehr stark auf den Backchannel gerichtet war, und damit eine wirklich kontroverse inhaltliche Diskussion auf dem Podium erschwert wurde. Die Twitterwall direkt hinter den Diskutanten sorgte immer wieder für einige auch etwas lautere Reaktionen aus dem Publikum wie Gemurmel oder Gelächter. Aus dem nicht hörbaren <a title="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/2009/01/09/gefangen-im-gezwitscher/" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/2009/01/09/gefangen-im-gezwitscher/">&#8220;Rauschen des Backchannels&#8221;</a> wurde damit zusätzlich ein deutlich hörbares &#8220;Rauschen des Publikums&#8221; ‚Äì was dann auch zu Irritationen und Ablenkungen auf dem Podium führte.</li>
</ul>
<p><strong>c. Form &amp; Inhalt</strong></p>
<ul>
<li> Zudem schien mir die Form teilweise fast wichtiger zu sein als der Inhalt &#8211; viele der Kommentare im Backchannel befassten sich mit der Kommunikationssituation und nicht mit dem Diskussionsthema.</li>
</ul>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>In Bezug auf die Podiumsdiskussion auf der Campus Innovation würde ich mich hier Kerstin Mayrberger anschließen, die ihren Kommentar betitelte mit <a title="&quot;weniger ist manchmal mehr...&quot;" href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/?p=153">‚Äûweniger ist manchmal mehr&#8230;«</a>. Da das Podium mit insgesamt acht geladenen Teilnehmern schon sehr gut besetzt war, war die Integration der Stimmen aus dem Backchannel dann doch zu viel und führte nicht zu weiteren Anreizen für den Diskussionsverlauf. Vielleicht ist es mit weniger Diskutanten auf einem Podium besser zu bewältigen und kann damit dann auch einen tatsächlichen Gewinn für die Diskussion bedeuten.</p>
<p>Hinsichtlich der <a title="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.ec10hh_info" href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.ec10hh_info">Podiumsdiskussion beim EduCamp </a>werden wir wohl noch einmal intensiv darüber nachdenken, wie wir diese Diskussionrunde gestalten wollen. Daran hängt natürlich die Frage, welche Bedeutung einer Podiumsdiskussion zukommt: Ist es eine Expertenrunde, die sich intensiv mit einem Thema befasst und dabei in einem kleinen Kreis sehr konzentriert Argumentationsstränge entwickelt und gegenübergestellt werden ‚Äì wobei dem Publikum dabei in Bezug auf die Beteiligung an der Diskussion eine eher passive Empfängerrolle zukommt und die Diskussion damit in erster Linie als Anregung zum Nach- und Weiterdenken anregt? Oder soll es eine offene Diskussion sein, in der sich einige wenige Experten unter anderem auch den Fragen aus dem Publikum stellen und damit vielleicht Aspekte mit in die Diskussion einfließen, die evtl. näher an einer alltäglichen Praxis sind, dafür aber vielleicht nicht so intensiv Argumentationen aufgebaut und miteinander konfrontiert werden können? Hier würde dann der Aspekt der Partizipation im Vordergrund stehen. Auch für die Einbindung neuer, innovativer Verfahren in traditionelle Formen der Kommunikation sollte meiner Meinung nach der Grundsatz &#8220;Form follows function!&#8221; gelten &#8211; was eine kritische und reflektierte Haltung und die Überlegung nach dem Sinn der verwendeten Methoden voraussetzt. Auch unabhängig von den jeweils aktuellen Trends.</p>
<p>Diese Überlegungen könnte man in einem größeren Kontext weiterdenken, denn sie erscheinen mir als ein Teil der Frage nach den Auswirkungen einer zunehmenden Öffnung von Kommunikationsprozessen für Einflüsse und Irritationen aus einem allgegenwärtig vernetzten Medium heraus. Dies ist meines Erachtens nach eine zentrale Frage, die wohl noch in einigen Bereichen die traditionellen Kommunikationsformen des Wissenschaftssystems mit den zugehörigen spezifischen Rollenverteilungen herausfordern und sicher auch teilweise in Frage stellen wird.</p>
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