Spiel-Steckbrief „LOST?!“

Teilnehmer /Alter: 50 bis 150 Studierende

Dauer: 1 Woche (variabel)

Ort: Universitätsgelände/Campus Uni Hamburg

Material:
pro Gruppe einen Zettel mit den Spielaufgaben
pro Mitspieler ein Stück Regenrinne

Spielidee:
Idee des Spiels ist es, im Rahmen der Orientierungseinheit (OE) für Erstsemester mit seiner jeweiligen Kleingruppe, einzelne „Challenges“ zu bestehen und dabei Puzzelteile (Regenrinnenstücke)  zu sammeln. Die einzelnen Stücke der Regenrinne werden beim letzten Spiel zusammengesetzt, um im Wettkampf mit den anderen Gruppen möglichst schnell einen Ball über eine gewisse Distanz durch die erspielten Teile laufen zu lassen. Wer in den „Challenges“ viele Teile erspielt, kann den Ball beim Abschlussspiel länger und gleichmäßiger laufen lassen, und hat so bessere Chancen, zu gewinnen.
In diesem Spiel sollen gemeinsame Lösungen für die gegebenen „Challenges“ entwickelt und so spielerisch eine soziale Basis für das weitere gemeinsame Studium geschaffen werden. Innerhalb der Gruppen werden neue und vor allem gemeinschaftliche Erfahrungen gesammelt. Das Spiel soll Anreize geben, etwas zusammen zu unternehmen und gerade zugezogenen Studenten die Möglichkeit einräumen, neue universitäre wie auch private Kontakte zu knüpfen.

Durchführung/Ablauf:
Um Mitspieler für das Spiel zu werben, werden in der OE Zettel in der Uni aufgehängt. Außerdem sollen die Betreuer der OE für das Spiel Teilnehmer gewinnen. Es gibt einen gemeinsamen Treffpunkt für alle, die an dem Spiel teilnehmen möchten. Das Spiel soll nur auf freiwilliger Basis gespielt werden.
Bei dem besagten ersten Treffen wird die Spielidee erläutert und die Mitspieler in Kleingruppen von etwa 5 Personen aufgeteilt. Diese Kleingruppen bekommen je einen Aufgabenzettel und sind von nun an auf sich allein gestellt und sollen innerhalb der festgelegten Spielzeit die Aufgaben lösen.
Nachdem die Spielzeit abgelaufen ist, gibt es ein weiteres Treffen, bei dem sich über die gemachten Erfahrungen ausgetauscht wird und das abschließende Spiel mit den Regenrinnenstücken gespielt wird.

Spiele/“Challenges“:
Für jede bestandene „Challenge“ wird beim Abschlusstreffen ein Regenrinnenstücke ausgehändigt, sofern die angeforderten Nachweise (z.B. Foto, Kassenzettel) vorliegen.

Challenge 1:
Die Mitspieler sollen gemeinsam in einer Unimensa etwas essen. Der gemeinsame Rechnungsbetrag soll genau 10 Euro betragen. Die Rechnung soll mitgenommen werden.

Challenge 2:
Die Mitspieler sollen die Treppenstufen des VMP 8 vom Keller in den fünften Stock zählen. Die Anzahl der Stufen sollen notiert werden.

Challenge 3:
Die Mitspieler sollen verschiedene Foto’s schießen:
1.Vor dem Rechenzentrum: Es sollen zwei Personen mit Mützen, ein Kind und drei Personen mit Regenschirm auf dem Foto sein.
2.In der Staatsbibliothek: Es soll die gesamte Gruppe auf dem Foto sein, allerdings dürfen nur fünf ihrer Füße und vier ihrer Hände den Boden berühren.
3.Es soll die Gruppe und so viele Bäume und verschiedene Universitätsgebäude wie möglich auf dem Foto zu sehen sein.
Die Foto’s sollen zum letzten Treffen mitgebracht werden

Challenge 4:
Alle Mitglieder benötigen einen gültigen Bibliotheksausweis. Dieser soll beantragt werden und zum Abschlusstreffen vorliegen.

Challenge 5:
Die Mitspieler sollen in die Martha-Muchow-Bibliothek gehen, das Buch mit der Signatur XY suchen und folgenden Code entschlüsseln:
z.B.     Seite 5, Zeile 3, Buchstabe 7 (5-3-7)
Seite 90, Zeile 22, Wort 9, Buchstabe 5 (90-22-9-5)

Der gefundene Code ist ergibt ein Wort, z.B. „Netz“. Die Gruppe soll anhand des Wortes ihre dazugehörige Partnergruppe ausfindig machen, deren Lösungswort z.B. „Fischer“ ist.  „Netz“ und „Fischer“ ergeben ein Wort („Fischernetz“), dass diese beiden Gruppen zusammenführt.

Für alle mitgebrachten Antworten/Ergebnisse gibt es ein Stück Regenrinne. Mit Hilfe dieser müssen die Mitspieler der zwei zusammengehörenden Kleingruppen eine Kugel durch die Rinne laufen lassen. Die Mitspieler müssen dies so geschickt machen, dass die Kugel nicht auf den Boden fällt. Die Regenrinnenstücke überbrücken nicht die gesamte Strecke, sodass die Mitspieler, durch deren Regenrinnenstück die Kugel bereits gelaufen ist, schnell zum anderen Ende laufen müssen und die Murmelbahn ergänzen müssen.
Wurden einige „Challenges“ nicht korrekt ausgeführt und/oder fehlen die Nachweise dafür, wird der Gruppe für die nicht bestandene Aufgabe auch kein Regenrinnenstück ausgehändigt. Es muss also in dem Abschlussspiel die gleiche Strecke mit weniger Renenrinnenteilen überwunden werden, was zusätzliche Bewegung und Konzentration fordert.

Spielziel:
Ziel des Spiels ist es, mit seiner Kleingruppe alle „Challenges“ regelgemäß innerhalb der Orientierungseinheit zu erfüllen. Für jede erfolgreich abgeschlossene Aufgabe erhält die Gruppe nach dem Einreichen der jeweiligen „Beweise“(Checkpoint-Foto, Kassenzettel der Mensa,…) beim Organisator ein weiteres Regenrinnenstück, um am Ende beim großen „Regenrinnenrennen“ gegen die anderen Gruppen anzutreten. Die Gruppe, die am schnellsten ihren Ball durch die zusammengesteckten Einzelteile der Regenrinne laufen lässt und die Ziellinie überschreitet, gewinnt das Spiel und erhält einen Preis (beispielsweise Copy-Cards, Uni-Merchandise, Mensagutschein, etc.).

Lerninhalt:
Neben sozialen Lerninhalten, wie das Knüpfen oder Verfestigen von sozialen Kontakten, spielt das Kennenlernen des Universitätscampus in diesem Spiel ebenfalls eine große Rolle: Wichtige Anlaufpunkte der Universität (Bibliothek, Rechenzentrum, Mensa, etc.) sollen durch das Spiel gefunden und erkundet werden, um im sich später im Universitätsalltag besser zu Recht zu finden. Der Spaß, die Neugier und die Herausforderung, sich in neuer Umgebung zu orientieren, stehen in diesem Spiel an erster Stelle.

Florian Jendro
Kristina Goldberg

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3 Responses to Spiel-Steckbrief „LOST?!“

  1. tugbaoeksuez sagt:

    Ich fand das Spiel ganz interessant, weil die Studenten in der Orientierungseinheit auf eine spielerische Weise einmal die Universität besser kennenlernen und zweitens soziale Kontakte knüpfen können.

  2. Nurhatun sagt:

    Wie schon mehrmals gesagt, ist dies aufjedenfall eine coole idee, weil sich, denk ich mal, die meisten studenten ziehmlich einsam und verloren fühlen zum studienanfang. meine frage wäre, was mit denen ist (unteranderem ich auch ;)), die ein bisschen später angefangen haben, also bei der OE nicht dabei sein könnten? Könnte man nicht vielleicht ein Seminar so gestalten? z.B. in dem seminar was neu eingebracht wurde – techniken wissenschaftlichen arbeitens, dass man dort die ersten sitzungen mit dem Spiel gestaltet?

    • Kristina sagt:

      Ich denke, dass man dass gut machen koennte, die grosse Frage dabei waere, ob der Lehrplan der Uni das zulaesst.
      Aber ich denke, dass man es ja auch erweitern koennte, also neue Callenges entwicken koennte und einfach nach einigen Wochen Uni eine zweite Spielrunde startet. Dann koennen neue Teilnehmen, aber auch die, denen das Spiel gefallen hat, teilnehmen. Durch neue Challenges wird das Spiel dann auch fuer die, die es schon kennen, nicht langweilig!

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