Spielidee „Geogremory“ von Carolin Fickinger & Katharina Könitz

Geogremory – Ein Lernspiel für den Schulunterricht

Spielidee:

Wir wollten ein Spiel entwickeln, mit dem man in der Schule Wissen vermitteln kann. Hierzu haben wir die Spielmechanik des klassischen Memory-Spiels gewählt und diese für unsere Spielidee umformuliert.

Das klassische Memory-Spiel funktioniert wie folgt:
Es gibt eine bestimmte Anzahl von Karten, die verdeckt auf den Tisch gelegt wird. Auf den Karten ist ein bestimmtes Thema abgebildet, beispielsweise könnten dies Tiere sein. Nun geht es der Reihe um und jeder Spieler darf zwei Karten aufdecken. Das Ziel ist es die beiden zusammengehörenden Karten zu finden. Deckt man zwei verschiedene Karten auf, müssen beide wieder verdeckt auf den Tisch gelegt werden und der nächste Spieler ist an der Reihe. Erst, wenn man die zusammengehörenden Karten gefunden hat, darf man diese behalten und noch einmal zwei Karten aufdecken. Das Spiel gewinnt der Spieler, der am Ende die meisten Kartenpärchen gefunden hat.

Diese Spielmechanik haben wir nun wie folgt an unsere Spielidee angepasst.
Es soll sich um ein Lernspiel in der Schule handeln. Aus diesem Grund haben wir uns das Schulfach Geographie ausgesucht. Mit Hilfe des Spiels sollen die Schüler Deutschland und dessen Bundesländer genauer kennenlernen. Es geht darum, den jeweiligen Bundesländern die dazugehörige Hauptstadt sowie das dazugehörige Landeswappen zuzuordnen.

Es gibt somit 48 Spielkarten = 16x Bundesland, 16x Hauptstadt sowie 16x Landeswappen.

Der Kontext unseres Spiels ist, wie eben schon erwähnt, die Schule. Genauer gesagt der Geographieunterricht ab der 6. Klasse. Nach oben hin sind keine Altersgrenzen gesetzt, da man das Spiel auf alle anderen Kontinente und Länder ausweiten könnte, dadurch würde sich dann auch der Schwierigkeitsgrad erhöhen. Jedoch muss man bedenken, dass das Interesse von Jugendlichen an einem Memory-Spiel ab der Mittelstufe wohl eher sinken wird.
Die Voraussetzung für dieses Spiel ist, dass zunächst Geographie als Unterrichtsfach angeboten wird und die Schüler vorher Wissensgrundlagen zu diesem Thema erworben haben, damit sie nicht willenlos raten. Das bedeutet, dass sie vorher schon Deutschland und dessen Bundesländer im Unterricht behandelt haben müssen. Dies gilt natürlich für alle Kontinente, wenn man das Spiel weiter ausweitet.

Es sollten mindestens zwei und maximal drei Spieler mitspielen. Maximal drei Spieler, da es sonst zu schnell gehen würde. Wenn man den Spielgegenstand verändert, zum Beispiel einen ganzen Kontinent und dessen Länder, Hauptstädte und Flaggen wählt, kann man auch die Spielanzahl nach oben hin erweitern. Es sollten jedoch nicht mehr als 5 Spieler mitspielen, damit das Spiel nicht so schnell langweilig wird und man es noch im Rahmen einer Schulklasse spielen kann.

Die Spieldauer ist abhängig von der Dauer der Schulstunde. Hier kann der Lehrer entscheiden, ob er die ganze Schulstunde für das Spiel zur Verfügung stellen möchte oder, ob er irgendwann das Spiel unterbricht. Desweiteren ist die Spieldauer vom Wissenstand der Schüler abhängig. So kann es sein, dass das Spiel beim ersten Durchgang mehr Zeit in Anspruch nimmt als beim zweiten oder dritten Durchgang.
Hier haben wir beschlossen keine zeitliche Bestimmung vorzunehmen.

Spielregeln:

Spielvorbereitungen:
Die Karten mit dem Bundesland und der Hauptstadt werden gemischt und anschließend verdeckt, mit der Bilderseite nach unten, in der Mitte des Tisches verteilt. Danach werden die Karten mit den Landeswappen mit der Bilderseite nach oben um die verdeckten Karten gelegt. Man kann die Karten in der Mitte zufällig anordnen oder sie zu einem Rechteck bzw. Quadrat ordnen. Die Spieler entscheiden hierbei wie sie die Karten anordnen wollen.

Spielziel:
Das Ziel des Spiels besteht darin, dass man als Spieler am Ende die meisten zusammenpassenden Kartentrios (bestehend aus drei Karten) gesammelt hat. Dazu müssen die Spieler dem jeweiligen Bundesland die richtige Hauptstadt sowie das dazugehörige Landeswappen zuordnen.

Wer fängt an?
Der Spieler mit der besten Note in Geographie darf beginnen. Gibt es zwei Spieler, die gleich gut sind, so darf der jüngere dieser beiden Spieler beginnen. Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.

Wie wird Geogremory gespielt?
Der Spieler, der an der Reihe ist, darf zwei der verdeckten Karten aufdecken. Diese muss er dann für alle sichtbar hinlegen. Nun muss der Spieler entscheiden, ob die beiden Begriffe zusammenpassen: passt das Bundesland zu der Hauptstadt? Ist dies nicht der Fall, muss er sie verdeckt wieder zurücklegen. Deckt ein Spieler zwei gleiche Begriffe auf, also zwei Bundesländer oder zwei Hauptstädte, muss er diese auch wieder verdeckt auf den Tisch zurücklegen. Passen die beiden Begriffe zusammen, Hauptstadt und Bundesland, muss der Spieler noch das passende Landeswappen finden. Als Kontrolle stehen auf der Karte der Landeswappen auf der Rückseite (also die, die verdeckt auf dem Tisch liegt) die richtige Hauptstadt sowie das richtige Bundesland. Dies schaut sich der jeweilige Spieler alleine an. Hat er das richtige Landeswappen gefunden, muss er den anderen Mitspielern seine Karten offen zeigen. Hat er das falsche Landeswappen ausgesucht, muss er alle Karten wieder zurücklegen, ohne seinen Mitspielern die richtigen Antworten auf der Rückseite des Landeswappens mitzuteilen.
Hat ein Spieler alle richtig zusammengehörende Karten gefunden, darf er noch einmal spielen. Hat er das falsche Landeswappen aufgedeckt, muss der Spieler eine Runde aussetzen. Müssen alle Spieler aussetzen, fängt der erste Spieler wieder an.

Was ist nicht erlaubt?
Es ist nicht erlaubt Karten zu behalten, ohne vorher seinen Mitspielern die Richtigkeit des Kartentrios bewiesen zu haben, indem der Spieler die Rückseite der Karte mit dem Landeswappen offen für alle auf den Tisch legt.
Hat ein Spieler zwei gleiche Begriffe aufgedeckt, beispielsweise zwei mal ein Bundesland, so darf er keine 3. verdeckte Karte oder keine Karte der Landeswappen umdrehen. Bei einem Fehler muss der Spieler eine Runde aussetzen und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Spielende:
Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Karten aufgedeckt und richtig zugeordnet wurden. Nun kann auch der Gewinner ermittelt werden. Am einfachsten ist es, wenn dazu jeder Spieler seine Karten zu einem Turm stapelt. Der Spieler mit dem höchsten Turm hat somit auch die meisten Karten und gewinnt das Spiel.
Sollte der Fall eintreten, dass zwei Spieler gleich viele Karten haben, so wird eine Entscheidungsrunde gespielt.

Die Entscheidungsrunde:
In der Entscheidungsrunde treten die zwei Spieler an, die am Ende gleich viele Karten haben. Hierzu werden nur die Landeswappenkarten verwendet. Die anderen Spieler sind hier die Schiedsrichter.
In dieser Runde wird beiden Spielern abwechselnd jeweils eine Karte mit einem Landeswappen gezeigt. Dieser muss dann das passende Bundesland und die dazugehörige Hauptstadt benennen können. Pro richtig zugeordnete Landeswappenkarte gibt es einen Punkt. Der Spieler, der zuerst mit einem Punkt in Führung geht, gewinnt die Entscheidungsrunde und ist somit Sieger des gesamten Spiels.

Warum wurde diese Spielmechanik gewählt?
– Direkte Kontrolle (richtig oder falsch)
– Spielend Wissen erwerben
– Spielmechanik ist jedem Kind bekannt
– Spiel ist einfach herzustellen
– Spiel kann auf viele verschiedene Bereiche angewendet werden
– Gutes Gedächtnistraining
– Spielmechanik ist einfach, nicht so komplex oder schwer zu erklären
– Dauert nicht ewig
– Klare vorgegebene Regeln, wenig Entscheidungsfreiraum, da richtig und falsch vorgegeben ist
– der Spieler ist frei in seiner Entscheidung, welche Karten er aufdecken möchte

von: Carolin Fickinger & Katharina Könitz

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