Outdoor-Spiele

Folgende Outdoor- und Bewegungsspiele lernte ich während meines Praktikums kennen. In einem Teambuilding-Seminar wurde der Schwerpunkt auf die Kommunikation zwischen den Gruppenmitgliedern gelegt.

1.    Orientierungslauf
In der Vorbereitung wurde ein Routenlauf mit Hilfe von topografischen Karten ausgearbeitet, den es zu bewältigen galt. Ähnliche Aufgaben können auch in anderer Umgebung und mit verschiedenen Hilfsmitteln (z.B. GPS-Geräte) gestellt werden.

Die Gruppe wird in 4 Kleingruppen aufgeteilt. Es starten immer 2 Gruppen gleichzeitig, jedoch mit „falschen“ Karten. Die rote Gruppe ist im Besitz der blauen Karte und umgekehrt. Nach ca. 15 Minuten starten die anderen beiden Gruppen. Über Funk müssen sich alle Gruppen auf EINEM Kanal (Funkdisziplin) gegenseitig lotsen. Es wird empfohlen, den Gruppen Namen zu geben, mehr Einweisungen gibt es nicht (außer Sicherheit/Notfallnummern etc.).

In der Vorbereitung zu beachten:
•    Materialrecherche: Karten müssen gedruckt und die Routen eingezeichnet werden!
•    Routen bekannt? Aktuelle Karten? Ggf. Neuorientierung oder vorheriges Ausarbeiten   vor Ort (Zeitplanung!!!)
•    Tagesplanung/Organisation/Ablauf/Wetter: Alternativprogramm?

Die Auswertung erfolgte nach der Orientierungstour in der Unterkunft mit Hilfe eines Flipcharts. Die Teilnehmer sammelten in der Tabelle aufgetretene Probleme und Lösungsmöglichkeiten.

 

2.    Hochseilgarten: Giant Ledder
Die Giant Ledder (Riesenleiter, Abstand der Sprossen ca. 160 – 180 cm) muss in Dreierteams erklommen werden. Die Gruppe fungiert als Ganzes, es findet also kein Wettkamp unter den Gruppenmitgliedern statt. Es werden am Ende alle erreichten Sprossen zusammengezählt und versucht, die „Bestmarke“ (vorher bekannt gegeben, 49 Sprossen) zu erreichen.
Eine Sprosse zählt erst dann als erreicht, wenn alle Gruppenmitglieder des Dreierteams mindestens darauf sitzen. Die Gruppe handelt unter Zeitdruck, da die Instruktoren ein Zetifenster von 60 Minuten vorgeben, um die Bestmarke zu durchbrechen. Nach dem Aufbau der Sicherungssysteme werden zwei Abgesandte der Gruppe in die Handhabung der PSA (persönliche Schutzausrüstung) eingeführt, die dann nach Beginn der 60 Minuten der Gruppe möglichst schnell und effizient vorgestellt werden muss.
Die Giant Ledder eignet sich unter der oben genannten Aufgabenstellung hervorragend zur Anregung gruppeninterner Kommunikationsprozesse. Rollenverteilung, -übernahme und -wechsel lassen jedes Gruppenmitglied die entwickelte Strategie aus einer anderen Perspektive betrachten.
Fragen, die sich die Gruppe stellte:
1.    Müssen alle bis zur obersten Sprosse?
2.    Können wir nicht viel mehr Sprossen erzielen, wenn jede Gruppe nur bis zu Hälfte klettert?
3.    Welche Strategie fahren wir? Welche Teams stellen wir auf?
4.    Wer Klettert wo (links, rechts, Mitte)?
5.    Sollten die guten Teams versuchen, bis ganz nach oben zu kommen und die weniger begabten eher im unteren Bereich bleiben um einen schnellen Wechsel zu ermöglichen?
6.     Wer will/kann überhaupt wie hoch?
7.    Wo sind die eigenen Grenzen? Will ich diese überschreiten und kann ich das? Oder bleibe ich lieber in meiner Safety-Zone?
8.    Vertraue ich meinem Sicherungsteam?

3.    Niedrigseilgarten: Mohawk-Walk
Beim Mohawk-Walk geht es darum, eine zwischen Bäumen gespannte Seil-Strecke als gesamte Gruppe zu überqueren ohne herunter zu fallen. Es gibt eine Zeitvorgabe (20 Minuten zur Strategie- und Technikentwicklung sowie zum Ausprobieren), ab dann wird die Zeit gestoppt. In 60 Minuten dürfen drei Versuche durchgeführt werden. Fällt ein TN herunter, so muss die gesamte Gruppe von vorne anfangen. Es liegt also im Interesse der Gruppe, alle TN „mit ins Boot zu kriegen“. Da immer nur eine begrenzte Anzahl von TN auf dem Seil zu Gange ist, muss der Rest die Aufgabe der „Spotter“ übernehmen, d.h. sie sichern die TN auf dem Seil demonstrativ mit ausgestreckten Händen an deren Rücken (ohne Körperkontakt um ggf. eingreifen zu können).

Beobachtungen:
o    Zu Beginn Grüppchenbildung und „Sichtung des Materials“, d.h. wie sehen die Personalressourcen aus, was ist der Ist-Zustand?
o    Unterschiedliche Strategien werden entwickelt und Rollen zugewiesen
o    Techniken werden ausprobiert, dabei wird festgestellt, dass jemand als erstes vorgehen muss um „den Weg zu ebnen“ und dem folgenden TN Hilfestellung geben kann (Lösung: eine Teilnehmerin balanciert im Sitzen ohne Hilfe), und dass jemand das Schlusslicht bilden muss, der relativ selbstständig den Seil Parcours überwinden kann (Lösung: ein TN robbt auf dem Bauch über die gespannten Seile)
o    Es wird eine Strategie entworfen und die Reihenfolge festgelegt.
o    An jedem Baum wird eine Hilfestellung positioniert, die dann von dem TN auf dem Seil übernommen wird. So muss jeder Helfen und jedem muss geholfen werden (Kennlernen der verschiedenen Rollen)
o    Hauptstrategie ist die Kettenbildung
o    Die TN kommen sich näher, Berührungsängste werden durch beherztes Zupacken abgebaut,
o    TN müssen sich auf einander verlassen können

 

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