Gordischer Knoten

Mein Bewegungsspiel stammt von den Philippinen. Wofür „Gordischer Knoten“ steht, ist hier nachzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gordischer_Knoten. Es zählt zu den sogenannten „kooperativen Spielen“, von denen ich schon einmal geschrieben habe.

Zielgruppe sind sowohl Kinder als auch Erwachsene. Das Spiel kann man zum Beispiel an den Anfang eines gemeinsamen Erlebnistages stellen (z.B. Erlebnispädagogik) oder am Ende um zu symbolisieren, dass Probleme gemeinsam gelöst werden können.

Mögliche Schwerpunkte wären die Verbesserung der Problemlösungsstrategien und der Kooperation, eine Förderung der Kommunikation innerhalb der Gruppe und Abbau von Berührungsängsten. Es ist aber auch als reines Gesellschaftsspiel ohne Lernabsicht spielbar.

Egal wann und wofür man es einsetzt, man sollte immer berücksichtigen, dass es viel Körpernähe voraussetzt und dass das eventuell nicht bei allen Begeisterung auslöst.

Spielverlauf

Die Teilnehmer stellen sich im Kreis auf, schließen die Augen und gehen mit vorgestreckten Armen auf die Mitte zu. Dort fassen sie mit jeder Hand je eine Hand eines anderen Teilnehmers. Alternativ können die Teilnehmer auch eng zusammenstehen und dann eine andere Hand suchen. Dadurch bildet sich ein wirrer Knäuel. Aufgabe ist – ohne die Hände los zu lassen – durch Drüber- und Druntersteigen den Knoten so zu entwirren, dass eine (oder mehrere) geschlossene Menschenketten entstehen.

Variationen

  • Knoten mit geschlossenen Augen lösen
  • Knoten ohne reden lösen
  • (k)ein Spielleiter hilft beim Lösen
  • Paarbildung: so viele Seile wie TN, diese ineinander drehen, jeder greift ein Ende, entwirren ohne loszulassen -> Paare

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß mit diesem Spiel!

Die Spielinformationen habe ich unter anderem von dieser Seite: http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=522&titelid=4384

 

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3 Responses to Gordischer Knoten

  1. Wey-Han Tan Wey-Han Tan sagt:

    Wikipedia hat Listen von Spielen, die traditionell in bestimmten Kulturkreisen gespielt werden. Einige kommen einem bekannt vor, andere sind recht fremdartig in der Anmutung.
    Hier ist die Liste mit Spielen der philippinischen Kultur. Und es gibt eine übergeordnete Liste der verschiedenen Kulturen mit ihren Spielen.

    „Morra“, oder „Micare Digitis“, ist ebenfalls in einem umfangreichen Artikel in der Wikipedia zu finden.

  2. Isabella Isabella sagt:

    Danke für die Info und die Links! Ich finde es sehr interessant, dass Wikipedia auch solche Infos preisgibt 🙂
    Wegen dem Herkunftsland habe ich mich nochmal auf die Suche gemacht und einige Ergebnisse auf google gefunden. Ob es allerdings stimmt, was auf all diesen Seiten steht, nämlich dass mein Spiel von den Philippinen stammt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht weiß man philippinischer Kontakt Ende Dezember mehr dazu.
    Hier die Suchergebnisse:
    http://www.google.de/search?aq=f&gcx=w&sourceid=chrome&ie=UTF-8&q=gordischer+knoten+philippinen

  3. Wey-Han Tan Wey-Han Tan sagt:

    Ich danke selbst für den Link! Ja, Wikipedia ist ein guter Einstieg, wenn man sich mit Spielen beschäftigen möchte.
    Spielgenealogie ist spannend, aber nicht einfach; gerade traditionelle Spiele werden ja eher von Mund zu Mund weiter gegeben…

    Was mir gerade auffällt: Eigentlich müßte die Seite mit den Spielen der Philippinen auch auf Tagalog in Wikipedia existieren (die meist verbreitete Sprache dort) – das tut sie aber nicht, es gibt sie nur auf Englisch…

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