Das Seminar begann damit, dass wir uns die Frage gestellt haben weshalb ein wissenschaftliches Studium sinnvoll bzw. notwendig ist. Deshalb haben wir uns auch mit dem Text von Koller über die Auseinandersetzung mit Grundbegriffen und Theorien befasst. Er stellt dabei heraus, dass das pädagogische Handeln nicht anhand einer Anleitung zu lernen sei, sondern, dass die Entwicklung von Reflexionskomeptenz dafür entscheidend ist.
Der Text von Wolf Dieter Narr hat dazu angeregt sich das Studium zu Herzen zu nehmen und sich weiterzuentwickeln. Besonders bedeutend für mich war dabei, dass er dazu ermutigt über den eigenen Tellerrand zu schauen, Vorlesungen fremder Fächer zu besuchen und somit die Studierlust zu steigern. Das Zitat ‘ Packen Sie’s mit Verstand, Mut und Skepsis an.’ drückt dies sehr gut aus.
In den folgenden Sitzungen haben wir dann unterschiedliche Begriffe und verstärkt die Medienthematik behandelt.
Den Einstieg bildete die Thematik der Sozialisation. Dabei wurden die Interaktionstheorie, die Milieutheorie und die Rollentheorie genauer vorgestellt. Auch diese Themenwahl empfand ich als passend, da auf diese Weise der Zusammenhang von individueller Entwicklung zur Integration in die Gesellschaft geschaffen wurde. Infolgedessen haben wir die Rolle der Medien bei der Sozialisation analysiert. Die Behandlung dieser Thematik ist meiner Ansicht gerade für Pädagogen von großer Bedeutung. Obwohl ich selbst keine pädagogische Laufbahn anstrebe, denke ich, dass dies aufgrund der fortschreitenden Entwicklung von allgemeiner Bedeutung ist.
Die unterschiedlichen Perspektiven auf Medien sind von zentraler Bedeutung. Inwieweit wirken Medien auf den Menschen ein, inwieweit nutzt der Mensch die Medien verantwortungsbewusst? Diese Fragen sind meiner Ansicht sehr interessant. Daraus ergibt sich außerdem die Frage ob der Mensch medienkompetent ist bzw. wie er diese Kompetenz erlernt.
Im weiteren Verlauf haben wir die allgemeinere Bedeutung von Medien betrachtet, sowie die Verständnisse von Kommunikation. Die Medien als Form der Kommunikation stechen dabei hervor, da sie die vorherigen Ansätze miteinander verbindet.
Den Abschluss des Seminars bildeten die Behandlung der Begriffe ‘Erziehung’ und ‘Lernen’. Bei der Erziehung behandelt Marotzki die Ansätze ob sie aktiv kontrolliert werden sollte, oder passiv Reize gesetzt werden solten. Das Ziel aller Ansätze ist jedoch die Mündigwerdung des Kindes, sodass es sich verantwortungsbewusst verhält und selbstständig wird. Der Begriff ‘Lernen’ wurde wiederum von unterschiedlichen Persepktiven aus untersucht. Grundlegend ist dabei der Zusammenhand von Reiz und Reaktion. Allerdings empfand ich diese Thematik als eher uninteressant.
Obwohl ich selbst keine Lehramtstätigkeit angehe, waren die Inhalte des Seminars auch für mich sinnvoll, da sie allgemeine Kommunikationsprozesse und die Bedeutung von Medien beinhaltet haben. Diese sind meiner Ansicht nach nicht nur innerhalb der Erziehungswissenschaft, sondern auch innerhalb der Gesellschaft wichtig.

