Wertungen

Heute hatten wir MentorInnen-Orga-Treffen.
Meine studentischen Kollegen haben recht, ich muss aufpassen, nicht so/zu wertend zu sein, wenn ich die einzelnen Mentoring-Operationalisierungen beschreibe. Es ist genauso leicht, beeindruckt zu sein, wie es ist, (ab)wertend zu werden.
Ich bin einerseits sehr gefangen in meiner Fachkultur sowie den spezifischen Interessen an radikalem Konstruktivismus; andererseits stammt sowohl die Teilprojektidee als auch die des Universitätsprojekts aus den Köpfen von Bildungswissenschaftlern. Wie sähe das Projekt UK aus, wenn es Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Naturwissenschaftler oder Informatiker aus der Taufe gehoben hätte?
Verwunderung ist auf jeden Fall die persönlich und aus bildnerischer Sicht angebrachtere Reaktion. Zu werten mag die Linien und Projektvorgaben klarer zu ziehen (und bei einem angeleiteten Projekt auch notwendig sein), aus denen allerdings auch schnell Grenzen und Gräben werden können.

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Besser recherchiert, strukturiert, formuliert…

Ich merke immer wieder, dass ich selten die ‚unfertigen‘ Skizzen und Beschreibungen – meist handschriftlicher Natur, aber auch viele elektronische Notizen – anschaue, sondern eher die daraus entstehenden ‚fertigen‘ Texte. Diese sind dann besser recherchiert, besser strukturiert, besser formuliert und sind so nützlicher bei gezielten Suchen nach Inhalten oder Formulierungen.

Eine Variable bleibt als letzter Grund neben der Motivation immer bestehen: die Zeit.

  • Wann finde ich die Zeit, Einträge zu schreiben?
  • Wann finde ich die Zeit, Einträge zu indizieren und zu re-indizieren?
  • Wann finde ich die Zeit, bereits Geschriebenes nach Relevanz zu suchen?
  • Wann finde ich die Zeit, das Gefundene zu lesen?
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Nachrücker-OE an der EPB: Eindrücke

Am 09.11.2012 fand von 18-20 Uhr in der EPB die Orientierungseinheit für Nachrücker statt. Ich hatte wenige Stunden zuvor von Marko Heyner auf einem Strategietreffen davon erfahren und wollte erstens noch ein paar Flyer für unser Projekt verteilen, zweitens einmal sehen, wie sich diese eher untypische OE so gestaltet. Ich war 2000/2001 selbst OE Tutor gewesen – wie hat sich die BAMA-Reform auf diesen ersten Kontakt neuer Studierender mit ihrem Studiengang ausgewirkt?

Erstens: Es war vor der Verteilung auf Einzeltutorengruppen mit über 200 (von 350) Erstis gefühlt ungefähr genau so voll wie vor zehn Jahren in einer regulären OE-Woche; damals hatten wir noch um die 350-400 Erstis insgesamt pro Semester! Es war erschlagend und erdrückend – dies alles waren nur die Nachrücker, der Großteil der Erstsemester hatte die OE schon im Oktober hinter sich gebracht!
Noch etwas: Obwohl der Raum in der Mitte leer war, hat sich niemand getraut, sich in die Mitte zu setzen, die Studierenden standen lieber vor der Tür und bekamen nichts mit; vor zwölf Jahren wäre dies anders gewesen, die Mitte hätte sich gefüllt mit auf dem Boden sitzenden Studierenden.

Zweitens: Die OE-TutorInnen wirkten genauso engagiert, motiviert und herzlich wie vor zehn Jahren; vermutlich zieht der Job immer noch den selben Menschenschlag an wie damals – das scheint sogar fakultätsübergreifend zu gelten.

Drittens: Natürlich sind zwei Stunden kein Ersatz für eine ganze OE-Woche, es wurde sich also auf das Wesentliche konzentriert, und das war (in meinem Fall) der Studienaufbau, der auf einem für Erstis komplexen System von Fristen, Modulen und Prüfungen aufbaut. In meiner Gruppe kam als besonderes Thema das anspruchsvolle FdGM, das „Fachdidaktische Grundlagenstudium Mathematik“ (Beschreibung im Blog von Marianne Nolte) hinzu, eingebettet in Warnungen und Hinweise, dieses nicht zu unterschätzen. Wie sich die Anforderungen hier tatsächlich gestalten, kann ich schwer sagen – es wäre auf alle Fälle interessant, hier einmal in das Curriculum hinein zu schauen; der FdGM-Online-Eingangstest über EvaSys (der eigentlich keiner ist, weil man nicht erfährt, ob man die Aufgaben richtig gelöst hat) gibt vielleicht einen Hinweis darauf, vielleicht beschreibt er aber auch nur die minimale Voraussetzung für das Modul.

Ich frage mich, wie diese riesige Kohorte an angehenden (in meinem Fall der Nachrücker-OE LA Sonderschule) Studierenden in das 6+4 semestrige Studium hinein, durch und wieder hinaus kommt – eventuell hochpragmatisch und so verdichtet in den Terminen wie in der Nachrücker-OE?

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