Einladung_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION

Programm_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION

Die von Andrea Sabisch und mir organisierte interdisziplinäre Tagung reflektiert das Phänomen der »Visuellen Assoziation« im Kontext visueller Bildung. Sie setzt gleichsam unsere 2013 in Hamburg begonnene konzeptionelle Arbeit an einer »Visuellen Bildung« fort.

Die Tagung untersucht Assoziationen als Praxis der medienspezifischen Verbindungen im Visuellen und differenziert sie von künstlerischen Beispielen her. Dabei stehen nicht so sehr Einzelbilder im Fokus, sondern vielmehr Bildserien und -sequenzen sowie Bildsammlungen und damit auch der Raum zwischen den Bildern. Anhand von medien-, bild- und kunstwissenschaftlichen wie auch künstlerischen Beiträgen wird es vor allem darum gehen, das Phänomen und den Begriff der »Visuellen Assoziation«, eventuell auch in Abgrenzung zur »Visuellen Narration« zu beleuchten.

Im Unterschied zu sprachbasierten Assoziationen kann man visuelle Assoziationen als formale, semantische, gestische oder performative Verknüpfungen verstehen, die sich im Hinblick auf Aspekte wie Lage, Richtung, Häufigkeit, Ähnlichkeit, Kontrastierung, Rhythmus und Wiederholung untersuchen und differenzieren lassen. Diese Dimensionen spielen nicht nur in visuellen Artikulationen des Sehens, Zeigens und Darstellens eine relevante Rolle, sie markieren zudem auch einen Übergang zum Virtuellen. Indem Sie verlängern, ausdehnen, unterbrechen, verknüpfen, streuen, schichten und takten, eröffnen sie nicht nur visuelle Räume, Durch- und Übergänge, sondern zugleich imaginäre, mentale Welten. Dabei richten sie sowohl Bildproduzenten als auch -rezipienten gleichermaßen in ihrem bildbezogenen Wahrnehmen, Denken und Handeln aus. Insofern kommt ihnen in Bildungsprozessen eine ähnlich elementare Funktion zu, wie sie der Metapher in sprachbasierten Bildungstheorien zugewiesen wird.

Mit Beiträgen von Alejandro Bachmann, Astrid Böger, Jan Masschelein, Dieter Mersch, Nanne Meyer, Roberto Orth, Kathrin Peters, Peter Piller, Andrea Sabisch, Rebekka Seubert, Daniel Wolff, Manuel Zahn und Lena Ziese.

/// Informationen
Ein PDF des Tagungsprogramms finden Sie hier: Tagung_Visuelle_Assoziation

/// Anmeldung
Anmeldung bis zum 31.07.2016 an EW1.AesthBildg@uni-hamburg.de, hier erfahren Sie auch die Kontodaten. Die Anmeldung wird erst mit der Überweisung gültig.

/// Tagungskosten (inkl. Getränke und Snacks)
Die Tagungsgebühren für die gesamte Tagung betragen 50,00 €, für Student*innen und Doktorand*innen 25,00 €.

Sakir Gökcebag: Reorientation 2A

Sakir Gökcebag: Reorientation 2A, 2010, Installation 243x165x8 cm

„Kunst und Bildung in der Migrationsgesellschaft“ ist das Thema einer interdisziplinären Tagung am 01. – 02. Juli 2016, veranstaltet durch das Institut für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.
Tagungsorte sind das Weltkulturen Museum Frankfurt a.M. und die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Zum Konzept der Tagung schreibt der Veranstalter Ansgar Schnurr:

„Bildung zwischen Kunst und Medien findet vor dem Hintergrund einer kulturell-gesellschaftlichen Wirklichkeit statt, die in vielerlei Hinsicht von Migration geprägt ist. Wanderungen von Menschen, Bildern und Informationen bestimmen allgegenwärtig den Alltag, die Bildungsarbeit und die Künste. Aus dem global weitreichend entgrenzten Bilderpool schöpfend wird die Frage der Zugehörigkeit zur Gestaltungsaufgabe: Vertraute Vorstellungen des kulturell Eigenen werden verändert und fremde Kontexte zu sattsam vertrauten. Die Migrationsgesellschaft, die durch vielfache Wanderungs- und Transformationsprozesse geformte wird, manifestiert sich wesentlich in ihrer Medialität. Besondere Herausforderungen des Diskurses zwischen Kunst und Bildung liegen darin, dass einerseits eine Auseinandersetzung mit der Normalität alltäglicher Transkultur stattfindet, parallel dazu jedoch aktuell auch Antworten auf die drängenden Fragen der Flüchtlingsthematik gesucht werden: Geflüchtete bringen existentielle Bedürfnisse in alle Bildungskontexte ein und sind mit erheblich geringeren ästhetischen Gestaltungspielräumen konfrontiert. Um in dieser komplexen kulturellen Gegenwart handlungsfähig zu sein, ist eine tragfähige Klärung der Begrifflichkeiten, Ziele und leitende Theoreme gefordert. Welche Kulturbegriffe werden in Debatten zwischen Kunst, Medien und Bildung in einer Migrationsgesellschaft verwendet? In welche Richtung müssten sie im Lichte aktueller Entwicklungen ergänzt werden? Inwiefern lassen sich die Vorstellungen von Transkultur in der Flüchtlingskrise aufrechterhalten oder weiter entwickeln? Welche Ziele und Zukunftsperspektiven sind denkbar und welche Wege führen dort hin?“

Die Tagung beginnt im Weltkulturen Museum Frankfurt a.M., um sich mit den dort entwickelten Perspektiven auseinanderzusetzen, wie sich das kulturelle Erbe einer ethnografischen Sammlung in der kritischen Perspektive des Postkolonialismus darstellen und vermitteln lässt. Am Freitagabend reist man gemeinsam zur Universität Gießen. Vorträge zu aktuellen Entwicklungen des Kulturellen und zu medialen Dimensionen der Migrationsgeschichte wie der aktuellen Flüchtlingssituation geben Impulse im Verlauf der Tagung. In einem besonderen Fokus stehen Gespräche rund um Kurzbeiträge der Teilnehmenden zu ausgewählten Bildern, Objekten und künstlerischen Arbeiten aus der Perspektive des eigenen fachlichen Schwerpunktes. Ein Call for Papers und das gemeinsame Bildmaterial als Ausgangspunkt der sich von hier aus entspannenden interdisziplinären Gespräche findet sich auf der Homepage der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Programm, Informationen und ein Call for Papers:
http://kunst-medien-bildung.de/2016/05/02/tagung-kultur-migration-bildung/

Anmeldung bis zum 10.06.2016!

Kontakt, Infos zum Hotelkontingent und Anmeldung:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Kunstpädagogik
Sekretariat
Tel.: (0049)-641 / 99-25020
Fax: (0049)-641 / 99-25029
E-Mail: Sekretariat@kunst.uni-giessen.de

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… lautet der Titel einer trans- und interdisziplinären Tagung der Universität Hamburg, die von Jacobus Bracker, Ann-Kathrin Hubrich und Stefanie Johns organisiert wird. Die Tagung findet vom 1-3. Dezember 2016 statt, Tagungsorte sind das Warburg-Haus und die Universität Hamburg. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Mehr Informationen zur Tagung und den Call for Papers finden sie auf: http://www.bildkontexte.de

Im Call for Papers schreiben die Organistor*innen zur Tagung:

„Die gegenwärtigen Fluchtbewegungen betreffen das Bildliche vielfältig. Die Präsenz in der medialen Berichterstattung, die diverse Perspektiven auf die Flucht, ihre Ursachen und Folgen abbildet oder ausblendet, verweist auf das Evokations- und Affektionsvermögen der Bilder. In einer drastischen Steigerung der Warburg’schen Bilderwanderungen flüchten auch die Bilder selbst, sei es, dass sie die Flüchtenden begleiten, sei es, dass sie transmediale Fluchtwege vor einem propagandistischen Bildersturm einschlagen.

Dabei sind die Phänomene aus dem Zusammenhang von Flucht und Bildern nicht neu. Fluchtbewegungen sind ein fester Bestandteil der Menschheitsgeschichte: Aeneas floh mit seinem Vater Anchises auf den Schultern und seinem Sohn Askanios an der Hand aus dem brennenden Troja, die Israeliten vor der Unterdrückung in Ägypten, die Heilige Familie floh, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen. Die Beweggründe für eine Flucht, die das Herkunftsland zu einem unsicheren Ort werden lassen, reichen von der Auflehnung gegen ein politisches System über Krieg und Gewalt bis Vertreibung und Hunger. Im Rahmen von Fluchtbewegungen entstand und entsteht zu allen Zeiten eine Fülle, eine schier unüberschaubare Masse an Bildern, die das Leid der Flüchtenden zu spiegeln suchen, die Fluchtwege nachzeichnen oder auf die Fluchtursachen verweisen wollen. Auf der Flucht begleiten und berühren Bilder der Heimat, der Zurückgebliebenen oder solche einer verheißungsvollen Zukunft.

In allen Fällen spielen idolatrische wie ikonoklastische Bildpraktiken eine erhebliche Rolle, Praktiken, die auf eine starke affektive Beteiligung der Akteur*innen mit intersubjektiv durchaus verschiedenen Ausrichtungen hindeuten. Affekte beeinflussen die Wahrnehmung, das phänomenale Bewusstsein, die Aufmerksamkeitslenkung und Bedeutungskonstruktionen und sie motivieren Handlungen und sind damit ein zentraler Faktor in einer als verkörpert verstandenen Wahrnehmung. Das außerordentliche Affekt- und Affizierungspotential der Bilder spielt unter anderem bei ihren Funktionen als Träger von Erinnerungen und Hoffnungen, bei Identitätskonstruktionen und bei ihrem strategischen bis manipulativen Einsatz in politischen Kommunikationsprozessen eine erhebliche Rolle. Hieraus ergeben sich vielfältige Fragestellungen:

Wie wirken die Bilder der Flucht und die flüchtenden Bilder in Identitätsbildungsprozessen? Wie ist der Zusammenhang zwischen Affekt und Bildwahrnehmung zu denken? In welcher Weise wird das Affektpotential der Bilder für die politische und gesellschaftliche Meinungsbildung (aus)genutzt? Wie können die Produktions- und Rezeptionsbedingungen der Fluchtbilder affekttheoretisch hinterfragt werden? Gibt es diachron oder interkulturell persistente Motive besonders affizierenden Charakters? Inwieweit repräsentieren Bilder spezifische sozio-kulturelle und historische Affektkonzepte?“

Die von Promovierenden der Archäologie, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik bereits zum vierten Mal organisierte bildwissenschaftliche und -theoretische Veranstaltung an der Universität Hamburg wird Vorträge und Workshops mit der Möglichkeit zu ausführlicher Diskussion anbieten. Besonders gefragt sind trans- und interdisziplinäre Beiträge zu den genannten Fragestellungen und Themen. Eine Beschränkung auf bestimmte Epochen oder Kulturen ist nicht vorgesehen.
Die Veranstalter*innen bitten um die Zusendung von Beitragsabstracts (etwa 300 Wörtern) und einen wissenschaftlichen Kurzlebenslauf.

Vorschläge für Vorträge (30 Minuten) oder Workshops (90 Minuten) können bis zum 31. Juli 2016 per Email an post@bildkontexte.de gesendet werden.

Tagung-Flyer

Die Tagungsreihe „Formate der Kunstvermittlung“ des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg wird am 2. Juni 2016 in der 5. Ausgabe zum Thema „Kompetenz – Performanz – Resonanz“ fortgesetzt. Ich freue mich sehr, dass ich eingeladen wurde und mit einen Vortrag zur Tagung beitragen darf.

Die Veranstalter*innen der Tagung Kerstin Hallmann und Pierangelo Maset schreiben in der Ankündigung:

„Anlass der Tagung ist die Notwendigkeit, dass die derzeit im Bildungssystem dominante Orientierung am Kompetenzbegriff um die Dimensionen Performanz und Resonanz erweitert werden sollten. Die Art und Weise, wie heute über Bildung gesprochen wird, ist durch die Kompetenzorientierung weitgehend von Faktoren des Outputs bestimmt. Dementsprechend haben Begriffe wie „Bildungsstandard“, „Evaluation“, „Optimierung“ Wirklichkeiten geschaffen, die uns in einer bestimmten Art und Weise über Bildung nachdenken lässt und unser Handeln in Schule, Hochschule und anderen Institutionen zunehmend bestimmen.

Selbstverständlich sind im Fach Kunst immer auch Kompetenzen vermittelt worden, aber das Fach geht keineswegs darin auf. Schließlich haben wir es in der Kunst mit ereignishaften Besonderheiten sowie mit dem Unwahrscheinlichen tun, das weder in der Unterrichtsplanung, noch im messbaren Ergebnis aufgeht. Die kleinschrittige, letztlich auf Leistungskontrolle fixierte Kompetenzorientierung verfehlt gerade das, was Kunst und Bildung als zentrale Impulse für die menschliche Existenz auszeichnen. Deshalb soll den Dimensionen der Performanz und der Resonanz, die den besonderen Charakter der künstlerisch bildenden Arbeit kennzeichnen, im Rahmen der Tagung ein besonderes Gewicht verliehen werden. Welche Perspektiven werden sich als zentral für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Kunstvermittlung erweisen?“

Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Carl-Peter Buschkühle (Gießen), Hans-Christian Dany (Hamburg), Dr. Inga Eremjan (Lübeck), Kerstin Hallmann (Hamburg/ Lüneburg), Almut Linde (Hamburg/ Lüneburg), Prof. Dr. Pierangelo Maset (Lüneburg), Prof. Dr. Maria Peters (Bremen), Dr. Manuel Zahn (Hamburg/ Braunschweig).

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VETO Film lädt zur Premiere der Edition #04 ein:

Freitag | 15. April 2016 | 21:15 Uhr | Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße

In der Ankündigung zum Filmprogramm heißt es:

„Wie lange noch wird der Blick in den Nachthimmel Magie in sich tragen, ein Blick ins Unbekannte, ins Unendliche bleiben? Wo kann ich keine Cola kaufen? Und können Sie bitte einen Selfie von uns machen? Sechs aktuelle Arbeiten. Sechs Perspektiven auf die komplex verflachte, vernetzt vereinzelte, provinziell globalisierte Welt und darüber hinaus.“

Mit Filmen von Rosanna Graf, Annika Kahrs, Tim Slim, Signe Raunkjaer Holm, Marlene Denningmann und Hana Kim/Zinu Kim. (Gesamtlaufzeit 60′)

//VETO Film wurde 2014 gegründet, um Positionen zeitgenössischer Film- und Videokunst aus Hamburg zu fördern. Von poetischen Filmen bis hin zu experimentellen Formen vertritt VETO vor allem solche Arbeiten, die sich gängigen Kategorisierungen entziehen.//

 
Vom 6. bis 10. April wird während der 13. Hamburger dokumentarfilmwoche in drei Festivalkinos und dem Festivalzentrum im Gängeviertel ein internationales Filmprogramm gezeigt, das sowohl kleine, abseitige und experimentelle Dokumentarfilme, als auch Höhepunkte aus dem aktuellen dokumentarischen Filmschaffen beinhaltet. Auch Arbeiten aus und über Hamburg sind weiterhin wichtiger Bestandteil des Programms. Die Retrospektive widmet sich dem chinesischen Filmemacher Wang Bing.

Neu ist die Reihe Positionen, in der die Veranstalter der dokumentarfilmwoche gemeinsam mit Expert*innen aktuelle politische und ästhetische Tendenzen des Dokumentarfilms debattieren. Aus der schönen Reihe möchte ich besonders die Veranstaltung look who’s talking? – das „fremde“ zum sprechen bringen hervorheben. Im Programm heißt es dazu:

„Eine der grundlegenden Fragen des (dokumentarischen) Films betrifft die Möglichkeiten im Umgang mit dem Anderen, seiner Repräsentation. Wie erzählt ein Film von den Figuren vor der Kamera, wie bringt er diese überhaupt erst hervor? Die Art der Darstellung des Anderen partizipiert dabei an der Konstruktion einer bestimmten Subjektposition hinter der Kamera, in der immer auch Politisches mitschwingt. Sie wirft somit auch Fragen nach einer Verantwortlichkeit der Filmemacher*innen auf, die nach filmästhetischen Strategien verlangt, die in der Lage sind, diesen Schwierigkeiten zu begegnen und sie zu reflektieren. In einem Filmgespräch wollen wir uns anhand zweier im weitesten Sinne ethnografischer Filme aus dem diesjährigen Programm – »The Masked Monkeys« und »of the North« – mit ihren Macher*innen diesem Thema annähern. »The Masked Monkeys« bildet in 16mm-Schwarz-Weiß-Bildern ein Ritual auf der Insel Java ab, während »of the North« ausschließlich aus auf YouTube vorhandenen Clips der Inuit einen Film über den Norden/aus dem Norden macht. …“

Die Gastgeber des Abends Alejandro Bachmann (wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Vermittlung im Österreichischen Filmmuseum) und André Siegers (Filmemacher) diskutieren mit den Gästen Anja Dornieden, Juan David Gónzales Monroy und Dominic Gagnon.

The Masked Monkeys ist im Rahmen eines Kurzfilmprogramms am Do 7. April im Metropolis zu sehen. of the North läuft am Fr 8. April im B-Movie.

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Heute startet die achte SchulKinoWoche Hamburg mit einem neuen Besucherrekord: Mehr als 24.000 Schülerinnen und Schüler werden sich in der Woche vom 16. bis 20. November 2015 in 18 Hamburger Kinos mehr als 50 Filme in über 200 Vorstellungen ansehen. Zur Eröffnung zeigt das Abaton Kino heute um 9.00 Uhr Lars Kraumes brandneuen Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

Schwerpunkte der SchulKinoWoche liegen in diesem Jahr auf Gestaltung und Rezeption dokumentarischer Formen, dem Umgang mit globalen Umbrüchen und im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 auf Chancen und Herausforderungen des Themas Zukunftsstadt.

Ich freue mich sehr, mit einem Kinoseminar zu Hubertus Siegerts Dokumentarfilm „Beyond Punishment“ (Fr., 20.11.15, 11.30 Uhr, Zeise Kinos) zum Programm der intensiven Kinowoche beitragen zu können.

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In der Pressemitteilung (»Das Gehirn ist die Leinwand«) des Verlags heißt es:

„Eignen sich die Begriffe und Theoreme des französischen Philosophen Gilles Deleuze noch, um das Kino der Gegenwart zu begreifen? Im Band Bewegungsbilder nach Deleuze untersuchen die Autorinnen und Autoren, inwieweit sich die Entwicklung des Kinos noch mit den filmphilosophischen Instrumenten Deleuzes erfassen lässt.

Gilles Deleuze veröffentlichte in den 1980er-Jahren zwei Bücher über das Kino: Das Bewegungs-Bild und Das Zeit-Bild. Diese Bücher entfalten bis heute eine Taxonomie der Filmbilder und ihrer Zeichen, die zur Nutzung und auch Erweiterung einlädt. Obwohl Deleuze keine Filmgeschichte vorlegen wollte, rekonstruierte er sie dennoch fast beiläufig und thematisierte dabei einige hundert Filme. Dabei wandte er sich der Frühzeit des Kinos ebenso zu wie den Avantgarden der 1970er-Jahre. Zugleich setzte er sich in seinen Büchern mit den Arbeiten Henri Bergsons und Charles Sanders Peirces auseinander und wies enge Bezüge zur eigenen Spätphilosophie auf, die er zum Teil in Kooperation mit Félix Guattari entwickelte.

In Deleuzes Büchern geht es um viel mehr als nur ums Kino. Es geht auch um das Leben, das Werden, die Wissenschaft und das Denken. Inwieweit lassen sich die Entwicklungen des Kinos 30 Jahre nach Erscheinen der beiden Kino-Bücher noch mit Deleuze erfassen? Helfen seine Begriffe und Theoreme noch, das Kino der Gegenwart zu begreifen? Oder bleibt ein weiteres Mal zu tun, was Deleuze immer wieder gefordert und auch getan hat: Begriffe und Philosophien zu nutzen, um durch Abweichung neue Begriffe und Philosophien hervorzubringen?

Die Autorinnen und Autoren von Bewegungsbilder nach Deleuze stellen sich der Herausforderung, Deleuzes Begriffe weiter zu denken, Filme von Filmemachern, auf die er sich nicht oder nur in ersten Ansätzen bezogen hat, auf deleuzianische Weise zu erschließen und schließlich durch Schizoanalysen einzelner Filme seine Werkzeuge weiter zu schärfen und zu erproben. Dabei folgten die Herausgeber Olaf Sanders und Rainer Winter der Dreiteilung der Kapitel, die auch schon Deleuze für seine Kinobücher nutzte: Der erste Teil enthält Beiträge, die Deleuzes Konzepte weiterdenken oder auch nur ausweiten. Der zweite Teil versammelt Beiträge, die Regisseuren gewidmet sind, die Deleuze selbst kaum berücksichtigt hat, weil ihre Arbeiten größtenteils jünger sind als seine Kinobücher. Die Beiträge des dritten Teils kreisen um einzelne Filme, anhand derer sie begriffliche oder auch methodische Erwägungen anstellen.“

Ich freue mich sehr, dass ich einen Text (»Memory as a Splitscreen. Gedächtnis, personale Identität und ihre Montragen im digitalen Film – The Tracey Fragments«) zu dem sehr schönen Buch beitragen konnte.

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Tagung der Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse (HAFPA) in Kooperation mit dem Fachbereich 1 an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg vom 6.-8. November 2015.

Die Tagung fragt danach, was und wie der Begriff der Übertragung dazu beitragen kann, das aktuelle Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zu beschreiben. Uns interessiert dabei sowohl die Befragung vorliegender psychoanalytischer Konzeptionen als auch eine disziplinär plurale Annäherung an das Problem des Sozialen.

Vom Individuum ausgehend versucht das Konzept der Übertragung zu beschreiben, wie es seine Grenzen zum anderen und zum Anderen hin beständig überschreitet und wie diese Überschreitung selbst wiederum seine Grenzen konstituiert. Aus genetischer Perspektive wird Übertragung als eine das Subjekt formierende Wirkung des Unbewussten bemerkbar, welches selbst wiederum über das individuelle Subjekt hinausgeht. Als Frage nach dem Sozialen ist dies – in Kultur und in Klinik – auch immer eine politische Frage nach der Beschaffenheit und den Wirkungen des sozialen Bandes, welches das Gemeinwesen genauso wie das Individuum verschnürt und mal fest aber oft nur prekär zusammenhält.

Mit Beiträgen von Kristin Gutwirth, Peter Lenhart, Karl-Josef Pazzini, Marianne Schuller, Tove Soiland, Harald Strauß, Dragica Stojkovic, Jürgen Todt und Manuel Zahn.

Das Tagungsprogramm als PDF-Download.

Tagungsort:
Universtät Hamburg
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8, Raum 206

Teilnahmegebühren (inkl. Getränke und Snacks):
Vollzahler: 60,-€ / Studierende: 30,-€

Kontakt und Anmeldung:
Peter.Lenhart@uni-hamburg.de

Mehr Informationen zur Tagung finden Sie auf der Internetseite der HAFPA.

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Die KurzFilmSchule lädt zu ihrer Jubiläumsfeier am 15. Oktober 2015 um 19 Uhr ins Metropolis Kino (Kleine Theaterstraße 10) ein.

In der Einladung heißt es:

„Seit zehn Jahren bringt die KurzFilmSchule zusammen mit FilmkünstlerInnen praktisch-künstlerische Arbeit mit Film in die Schulen. Wir freuen uns darauf Euch und Ihnen die besondere Herangehensweise der KurzFilmSchule vorstellen zu können und eine Filmauswahl der Jubiläums-DVD zu präsentieren. Ausgehend von diesen Kurzfilmen werden die AnleiterInnen der KurzFilmSchule aus der Praxis berichten und einen Einblick in ihre Arbeit geben. Bei einem anschließenden Umtrunk bleibt Zeit zum Kennenlernen und für Fragen.“

Alle an der praktischen Filmbildung Interessierte sind herzlich eingeladen mitzufeiern!