Die KurzFilmSchule ist im Rahmen des Mo&Friese KinderKurzFilmFestival auch mit einem Programm vertreten. Am Mittwoch den 30. Mai 2012 um 16 Uhr, gibt es in den Zeise Kinos aktuelle Filme aus dem Hause KurzFilmSchule zu sehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
In der Reihe “Medienbildung und Gesellschaft” des VS-Verlags ist vor wenigen Tagen der Band “Raum, Zeit, Medienbildung. Untersuchungen zu medialen Veränderungen unseres Verhältnisses zu Raum und Zeit” (hrsg. von Gerhard Chr. Bukow, Benjamin Jörissen und Johannes Fromme) erschienen. Die Herausgeber schreiben zu ihrem Buch auf der Verlagsseite:
“Transformationen und Dynamisierung von Raum und Zeit können als Signum von Modernisierungsprozessen gelten – als Motor, als Problemfeld und als Gegenstand der Reflexion. Medien haben in verschiedenen Ausprägungen daran erheblichen Anteil, indem sie mit Raum und Zeit arbeiten, kulturelle und soziale Raum- und Zeitverhältnisse verändern und diese Veränderungen auch immer wieder selbst reflexiv zugänglich machen. Die Beiträge des Sammelbandes fragen danach, was diese medialen Transformationen und Reflexionen für Bildung bedeuten, wie sie Subjektivierungs- oder Vergesellschaftungsweisen verändern und welche neuen Orientierungspotenziale und -anforderungen durch sie erzeugt werden.”
Ich habe zum Buch eine ästhetische Lektüre von Christopher Nolans “Memento” (US 2000) beigetragen: “Memento – Zur Zeitlichkeit des Films und seiner bildenden Erfahrung”. Der Text ist eine Anwendung der im Rahmen meiner Dissertation entwickelten bildungstheoretisch interessierten Forschungshaltung zum Film.
Ich warte schon sehr gespannt auf mein Autorenexemplar des Buchs, um auch die anderen Texte lesen zu können. Bisher kenne ich nur den Beitrag von meinem Hamburger Kollegen Alexander Unger, der große Lust auf die anderen macht. Wer schon mal online einen Blick in das Buch werfen will kann das hier tun.
“Was lange währt, wird endlich gut!”, sagt man manchmal – und ich denke, dass diese sprichtwörtliche Rede in Bezug auf die neuen Hefte der “Kunstpädagogischen Positionen” trifft.
Nach langen Verhandlungen über Layout, Heftgröße, Preis und den damit verbundenen Versuchen mit verschiedenen Druckereien und Distributionsformen geht nun (endlich) die Neuauflage der Reihe “Kunstpädagogische Positionen” an den Start. Zu den schon bekannten blauen Heften aus Hamburg, gesellen sich jetzt und zukünftig grüne Hefte (wie oben zu sehen) aus Oldenburg und rote Hefte aus Köln, entsprechend den Standorten der drei neuen Reihenherausgeber Andrea Sabisch, Eva Sturm und Torsten Meyer.
Mit dem Relaunch der Reihe haben die Herausgeber auch ein leicht verändertes Editorial verfasst, das die Ziele der Reihe in ihrer jetzigen Form folgendermaßen beschreibt:
“Gegenwärtig tritt die Koppelung von Kunst & Pädagogik, Kunstpädagogik, weniger durch systematische Gesamtentwürfe in Erscheinung, als durch eine Vielzahl unterschiedlicher Positionen, die aufeinander und auf die Geschichte des Faches unterschiedlich Bezug nehmen. Wir versuchen dieser Situation eine Darstellungsform zu geben.
Wir setzen die in Hamburg begonnene Reihe fort mit kleinen Publikationen, in der Regel von Vorträgen, die im Arbeitsbereich Ästhetische Bildung der Universität Hamburg (blaue Hefte), dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln (rote Hefte) und dem Arbeitsbereich Kunst-Vermittlung- Bildung der Universität Oldenburg (grüne Hefte) gehalten wurden.
Im Rahmen der Bildung und Ausbildung von Studentinnen und Studenten im Bereich der Koppelung von Kunst & Pädagogik als Unterricht, Vermittlung oder Bildung wollen wir Positionen zur Kenntnis bringen, die das Lehren, Lernen und die bildenden Effekte der Kunst konturieren helfen.”
Torsten Meyer und seine Kölner Mitarbeiter haben dankenswerterweise einen Online-Shop eingerichtet, in dem man nun sowohl die Hefte aus Hamburg, Köln und Oldenburg kaufen (Papier) als auch downloaden (PDF) kann.
Neu in der Reihe erschienen sind zwei Vorträge aus Oldenburg, die dort im Rahmen der Ringvorlesung Kunstpädagogische Positionen im WiSe 2009/10 gehalten wurden:
Weitere Hefte aus Oldenburg mit Vorträgen von Karl-Josef Pazzini, Christine Heil, Helmut Hartwig und Pierangelo Maset folgen bald. Es lohnt sich also, in kurzen Abständen in den oben genannten Shop reinzuschauen.
Aus dem Vorwort von Karl-Josef Pazzini ein kleiner Auszug (in Bezug auf das Strukturgutachten zur Situation und zur Weiterentwicklung des Faches Erziehungswissenschaft):
“Man darf wirklich nicht alles glauben, man darf seinen Augen und Ohren manchmal nicht trauen. Manchmal scheint alles so, als sei es furchtbar. Und es wird auch so dargestellt. Furchtbar schön und optimistisch, fortschrittlich, mit so eleganten Wörtern, dass man wirklich darauf reinfällt, dass man das zum Fürchten finden muss.
Genau das wollen sie, unsere Gegner.
Sie setzen solche Strukturgutachten in die Welt, nur um uns zu entmutigen durch Fortschritt und Entscheidungsstärke, mit Bedauern natürlich und dass es eigentlich nicht wünschenswert ist. Wir sollen ja nicht darauf reinfallen anzunehmen, dass die blöde sind. Das sind ja in Wirklichkeit Experten. (…)”
Das Heft steht hier schon als PDF zur Verfügung. Die Printversion folgt die Tage. Viel Spaß beim Lesen!
Ich möchte auf drei Ringvorlesungen aufmerksam machen, die in diesem Monat schon begonnen haben oder noch starten. Die Ringvorlesungen (in Hamburg, Frankfurt/Marburg und Oldenburg) untersuchen 1. Wunder, 2. medienkulturelle Wandlungen und 3. Migration in ihren jeweiligen Verhältnissen zu Kunst und Pädagogik/Bildung.
1. WUNDER IN KUNST UND PÄDGOGIK
Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER (in den Deichtorhallen, Hamburg) widmet sich eine Ringvorlesung der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Expertinnen und Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden.
Das Konzept der Ringvorlesung fasst Wunder als wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben. Wegen der vieldimensionalen Facetten des Themas werden unterschiedliche Diskurse berührt: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische.
Die Ringvorlesung findet Dienstags (zu den hier genannten Terminen) um jeweils 18 Uhr im Auditorium des Hauses der Photographie statt (Eingang über die Rückseite des Hauses). Read the rest of this entry »
Anfang Oktober ging auf zkmb.de die interdisziplinäre „Zeitschrift Kunst Medien Bildung“ online. Herausgeben wird das e-Journal im Auftrag der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln). Die zkmb ist ein „Open Access Journal“ – das heisst, ihre Artikel sind kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung lesbar.
Erklärtes Ziel der Herausgeber ist es, „den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln“. Die internetbasierte Publikation der Texte und ihre zeitnahe Prüfung in einem „Open-Peer-Review“-Verfahren gewährleisten die ebenso zeitgemäße wie rasche Verfügbarkeit und Diskussion wissenschaftlicher Arbeiten aus dem weiten Forschungsfeld zwischen Kunst, Medien und Bildung.
„Für die Dauer von sechs Monaten können diese „Texte im Diskurs“ von allen Personen der Fachcommunity durch öffentliche und namentlich gekennzeichnete „Reviews“ kommentiert werden. Die Reviews dürfen sowohl die Funktion einer fachlichen Kritik als auch die einer diskursiven Vernetzung mit verwandten, z.B. interdisziplinären Fragestellungen und Ansätzen übernehmen. Nach Ablauf dieser Zeit erhalten die Autoren/innen des eingereichten Textes die Möglichkeit, ihren Artikel zu überarbeiten und dabei gegebenenfalls Hinweise der Reviews einzuarbeiten. Diese endgültigen „Publikationen“ werden zusammen mit den daran geknüpften Kommentaren in einer eigenen Kategorie dauerhaft archiviert“
Sowohl die Artikel als auch die Diskussionsbeiträge der Online-Zeitschrift erhalten eigene URLs – sind folglich zitierfähig und werden laut Herausgebern als „eigenständige wissenschaftliche Publikationen begriffen.“ Weitere Informationen und erste Artikel (“Texte im Diskurs”) finden sich auf der Homepage der Zeitschrift.
Darunter ist auch ein Artikel von mir mit dem Titel “Film-Bildung im Zeichen radikaler Alterität”. Der Text skizziert einen differenztheoretischen Zugang zum Film und macht im Anschluss daran einen Vorschlag von „Film-Bildung“, der den medienpädagogischen Diskurs um die Dimension der ästhetischen Erfahrung von Film erweitert. Ich freue mich sehr, beim Start dieses schönen Projekts dabei sein zu dürfen und bin gespannt wie das Angebot angenommen wird. In diesem Sinne wünsche ich den Herausgebern eine rege Beteiligung und uns allen viel Spaß beim Lesen und Mitdiskutieren!
Die Druckvorlage ist beim Verlag, nun kann es nicht mehr lang dauern, bis es wirklich da ist. Der Erscheinungstermin ist nach letztem Planungstand der 9. September 2011:
Zahn, Manuel; Pazzini, Karl-Josef (Hg.): Lehr-Performances. Filmische Inszenierungen des Lehrens (Medienbildung und Gesellschaft), Wiesbaden: VS-Verlag 2011
»Lassen sich in der Analyse von Lehrer-Filmen Teile bestimmter bildungspolitischer, gesellschaftlicher oder kultureller Diskurse freilegen? Ist der Film ein archäologisches Instrument, das durch audiovisuelle Bilder Imaginationsschichten des Lehrens abträgt? Die AutorInnen dieses Bandes betrachten und analysieren aus unterschiedlichen – nicht nur erziehungswissenschaftlichen – Perspektiven die Lehr- und Lehrerdarstellungen in internationalen Spielfilmen, in Fernsehfilmen und TV-Serien. Dabei erschließen sie eine Form der Empirie, die der Film in seiner fiktionalen Verdichtung gegenwärtiger Realität des Lehrens bietet. Durch den konsequenten und theoretisch vielfältigen Bezug auf das filmische Material entsteht ein methodisch interessanter und breiter Einstieg in die andauernde Diskussion um den Lehrerberuf, in historische Betrachtungen und systematische Fragen des Lehrens, des Lernens und ihrer Institutionen.« (Klappentext)
Mit Beiträgen von Sönke Ahrens, Adrienne Crommelin, Hanna Kiper, Gundel Mattenklott, Winfried Pauleit, Karl-Josef Pazzini, Andrea Sabisch, Olaf Sanders, Maarten Simons und Jan Masschelein, Eva Sturm, Jürgen Vogt, Michael Wimmer und Manuel Zahn.
Zur Vorschau gibt es hier noch das Inhaltsverzeichnis des Buchs.
[Video Killed the Radio Star - The Buggles]
»Angefangen hatte alles mit Michael Nesmith, dem Ex-Sänger der Monkees. Der bemerkte auf einer Plattentournee in Australien den Vorteil der Musikvideos: Die Bands müssen für Fernsehshows nicht bei den Sendern sein und können sich weit besser in Szene setzen als in den Studios. Die Idee traf auf Gegenliebe bei der Musikindustrie, die – wie sich herausstellte völlig zu Recht – einen neuen Markt witterte. Und nicht zuletzt boomten damals gerade die Kabelkanäle in den USA. Nachschub musste her – warum nicht ein Sender nur mit Musikvideos?
Es war dann ausgerechnet “Video Killed the Radio Star”, das am 1. August 1981 als erstes MTV-Video über den Sender ging. Mit dabei war ein Deutscher: Am Keyboard steht der heutige Filmmusikkomponist und Oscar-Gewinner Hans Zimmer. Doch so viele Killervideos waren noch gar nicht da. Nicht einmal 170 Kassetten standen damals im MTV-Regal, fast jede fünfte war von Rod Stewart. Doch jeder wollte sie: die Musiker, die Plattenfirmen, die Sender – und auch die Zuschauer. Der Musikvideomarkt wuchs nicht, er explodierte.
Die Veröffentlichung des Videos wurde bald ebenso wichtig wie die des Liedes. Der Erfolg von Michael Jackson, Madonna oder unzähliger Eintagsfliegen wäre ohne die Minutenclips kaum denkbar. Und eine ganz neue Kunstrichtung entstand. So schuf Regisseur John Landis (“Blues Brothers”) für Jacksons “Thriller” das vielleicht einflussreichste Popvideo der Musikgeschichte. Duran Duran verfeuerten für “Wild Boys” mehr als eine Million Dollar. Und Mark Knopfler sang im ersten computergenerierten Video: “Money for Nothing”. (taz)« Hier geht’s zum ganzen Artikel…
Diese Woche »Bad Teacher« gesehen und befunden, dass Georg Seesslens Kritik in der taz »Da lacht der Mittlere Westen« nichts hinzuzufügen ist.










