Das Projekt ästhetische Praxis als Medienkritik wird durch das Grimme-Forschungskolleg an der Universität Köln finanziert. Es untersucht vor dem Hintergrund der Herausforderungen der postdigitalen Gesellschaft aktuelle Formen und Praxen von Kritik. Vier ­interdisziplinäre Workshops bilden die Basis für eine Bestandsaufnahme kritischer Medienpraxis in der ­aktuellen Medienkultur und für die Schärfung des Kritikbegriffs an aktuellen künstlerischen Praxen. ­

Angesiedelt an der Professur für Ästhetische Bildung ist die Workshop-Reihe Teil des ­größeren Forschungsschwerpunktes Post-Internet Arts Education des Instituts für Kunst & Kunsttheorie und wird in Kooperation mit dem Grimme-Institut durchgeführt.

Workshop 1: Digitale Jugendkulturen und Medienkritik
Universität zu Köln, Gronewaldstraße 2, Raum 2.212
Fr. 20.10.17, 14-20 Uhr / Sa., 21.10.17, 10-15 Uhr

Der erste Workshop in der Reihe widmet sich dem Verhältnis von postdigitalen jugend­kulturellen Praktiken und dem medienpädagogischen Begriff der Medienkritik. Angesichts der aktuellen jugend- und popkulturellen Medienpraktiken, die mit Begriffen wie Nähe, ­Immersion, Vernetzung, Serialität, Kooperation und Kollaboration assoziiert werden, scheinen die Kritikbegriffe vorliegender Konzeptionen von Medienkompetenz und -bildung, die auf Distanzierung, Vereinzelung und individuelles kognitives Verstehen abzielen, an ihre Grenzen zu kommen.

Vor dem Hintergrund der postdigitalen Medienkulturen wollen wir daher die vorliegenden Verständnisse von Kritik befragen und nach neuen kritischen Praxen suchen: Wie zeigt sich kritische Praxis in der aktuellen Medienkultur, die sich in erster Linie aus jugend­kulturellen ­Praktiken zusammensetzt? Wo setzt sie an, wie verfährt sie und worauf bezieht sie sich? Mit Beiträgen von Harald Gapski, Annemarie Hahn, Kristin Klein, Konstanze Schütze, Torsten Meyer, Michael Seemann, Manuel Zahn u.a.m.

 

Sakir Gökcebag: Reorientation 2A

Sakir Gökcebag: Reorientation 2A, 2010, Installation 243x165x8 cm

„Kunst und Bildung in der Migrationsgesellschaft“ ist das Thema einer interdisziplinären Tagung am 01. – 02. Juli 2016, veranstaltet durch das Institut für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.
Tagungsorte sind das Weltkulturen Museum Frankfurt a.M. und die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Zum Konzept der Tagung schreibt der Veranstalter Ansgar Schnurr:

„Bildung zwischen Kunst und Medien findet vor dem Hintergrund einer kulturell-gesellschaftlichen Wirklichkeit statt, die in vielerlei Hinsicht von Migration geprägt ist. Wanderungen von Menschen, Bildern und Informationen bestimmen allgegenwärtig den Alltag, die Bildungsarbeit und die Künste. Aus dem global weitreichend entgrenzten Bilderpool schöpfend wird die Frage der Zugehörigkeit zur Gestaltungsaufgabe: Vertraute Vorstellungen des kulturell Eigenen werden verändert und fremde Kontexte zu sattsam vertrauten. Die Migrationsgesellschaft, die durch vielfache Wanderungs- und Transformationsprozesse geformte wird, manifestiert sich wesentlich in ihrer Medialität. Besondere Herausforderungen des Diskurses zwischen Kunst und Bildung liegen darin, dass einerseits eine Auseinandersetzung mit der Normalität alltäglicher Transkultur stattfindet, parallel dazu jedoch aktuell auch Antworten auf die drängenden Fragen der Flüchtlingsthematik gesucht werden: Geflüchtete bringen existentielle Bedürfnisse in alle Bildungskontexte ein und sind mit erheblich geringeren ästhetischen Gestaltungspielräumen konfrontiert. Um in dieser komplexen kulturellen Gegenwart handlungsfähig zu sein, ist eine tragfähige Klärung der Begrifflichkeiten, Ziele und leitende Theoreme gefordert. Welche Kulturbegriffe werden in Debatten zwischen Kunst, Medien und Bildung in einer Migrationsgesellschaft verwendet? In welche Richtung müssten sie im Lichte aktueller Entwicklungen ergänzt werden? Inwiefern lassen sich die Vorstellungen von Transkultur in der Flüchtlingskrise aufrechterhalten oder weiter entwickeln? Welche Ziele und Zukunftsperspektiven sind denkbar und welche Wege führen dort hin?“

Die Tagung beginnt im Weltkulturen Museum Frankfurt a.M., um sich mit den dort entwickelten Perspektiven auseinanderzusetzen, wie sich das kulturelle Erbe einer ethnografischen Sammlung in der kritischen Perspektive des Postkolonialismus darstellen und vermitteln lässt. Am Freitagabend reist man gemeinsam zur Universität Gießen. Vorträge zu aktuellen Entwicklungen des Kulturellen und zu medialen Dimensionen der Migrationsgeschichte wie der aktuellen Flüchtlingssituation geben Impulse im Verlauf der Tagung. In einem besonderen Fokus stehen Gespräche rund um Kurzbeiträge der Teilnehmenden zu ausgewählten Bildern, Objekten und künstlerischen Arbeiten aus der Perspektive des eigenen fachlichen Schwerpunktes. Ein Call for Papers und das gemeinsame Bildmaterial als Ausgangspunkt der sich von hier aus entspannenden interdisziplinären Gespräche findet sich auf der Homepage der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Programm, Informationen und ein Call for Papers:
http://kunst-medien-bildung.de/2016/05/02/tagung-kultur-migration-bildung/

Anmeldung bis zum 10.06.2016!

Kontakt, Infos zum Hotelkontingent und Anmeldung:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Kunstpädagogik
Sekretariat
Tel.: (0049)-641 / 99-25020
Fax: (0049)-641 / 99-25029
E-Mail: Sekretariat@kunst.uni-giessen.de

where-the-magic-happens

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.
11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Mit Beiträgen von Dana Caspersen (danacaspersen.com), Ulrike Hentschel (UDK Berlin), Heinrich Lüber (ZHdK Zürich), Karl-Josef Pazzini (Uni Hamburg/Berlin), Stefan Porombka (UDK Berlin) und vielen anderen mehr.

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Anmeldung
In Kürze unter kunst.uni-koeln.de/magie

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln: kunst.uni-koeln.de

Michaela-Ott

Nach zuletzt sehr anregenden Gastvorträgen von Mirjam Schaub (Hochschule für angewandte Wissenschaften), Gesa Ziemer (Hafencity Universität Hamburg) und Silvia Henke (Hochschule Luzern) freue ich mich ganz besonders auf Micheala Ott, die als nächster Gast in unserer Ringvorlesung vortragen wird. Die Professorin für Ästhetik und Filmwissenschaft von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg wird am Di, 17.12.13 von 18.15-19.45 Uhr im Raum 206 (Von-Melle-Park 8, 20146 H) aus ihrer theoretischen Perspektive über visuelle Bildung sprechen. Der Titel ihres Vortrags lautet: “Zurück auf Anfang: Bildung als Verwunderung”.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Tagung „Verflechtungen: Medien • Bildung • Dispositive“ findet vom 31.01. bis zum 02.02.2013 im Haus der Wissenschaft in Braunschweig statt.

Im Konzept zur Tagung schreiben die beiden Veranstalter Julius Othmer und Andreas Weich:
„Spätestens seit der Schulausschuss der Ständigen Kultusministerkonferenz 1995 die Notwendigkeit einer Medienbildung (damals noch Medienkompetenzvermittlung) in der Schule herausstellte, ist der politische Ruf nach ihrer Umsetzung präsent. Er wurde jüngst in einem weiteren Beschluss vom 08.03.2012 nochmals aktualisiert und intensiviert. Diesem gesellschaftspolitischen Anliegen trägt eine Vielzahl von Konzepten zur Medienbildung aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen mit je unterschiedlichen theoretischen Vorannahmen und Zielsetzungen Rechnung.

Vor diesem Hintergrund ist das Konzept der Verflechtungen – als Titel und Leitmetapher der Tagung – einerseits als Ausdruck der Motivation zu verstehen, innerhalb der Medienbildungsforschung die Zusammenarbeit zwischen Erziehungs-, Bildungs- und Medienwissenschaften weiter zu intensivieren. Andererseits dient es auch als inhaltliche Denkfigur, um die wechselseitigen Beziehungen zwischen Medien und Bildung im Feld der Medienbildung greifbar zu machen.

Das von Michel Foucault geprägte Konzept des Dispositivs kann hierbei als theoretische Modellierung des Verflechtungsbegriffs fruchtbar gemacht werden. Es basiert auf der Annahme grundsätzlich heterogener Konstellationen aus Diskursen, Praktiken, Subjekten, Institutionen und Materialitäten, die eine spezifische strategische Funktion erfüllen. In diesem Sinne lassen sich sowohl Medien und Bildung als auch deren Verflechtungen im Kontext von Bildungseinrichtungen, aber auch darüber hinaus als Dispositive konzeptualisieren und bearbeiten. In den vergangenen Jahrzehnten haben verschiedene Disziplinen, die für die Medienbildungsforschung von großer Relevanz sind, das Konzept des Dispositivs vielfach (auch kritisch) rezipiert und an die je unterschiedlichen Gegenstände und Fragestellungen angepasst. In den Medienwissenschaften wurde beispielsweise bereits in den 70er Jahren das Kino als Dispositiv modelliert (Baudry), in den 90er Jahren das Fernsehen (Hickethier) und zuletzt auch das Internet (Dorer) bzw. „das Netz und die Virtuelle Realität“ (Schröter). Und auch die Erziehungs- und Bildungswissenschaften haben den Dispositiv-Begriff im Hinblick auf Institutionen, wie die Schule (Pongratz), in Anschlag gebracht und modellieren Bildung selbst als Dispositiv, um es auf gouvernementale Wissens-, Macht- und Subjekttechniken zu befragen (Ricken).

Der Anspruch der Tagung ist es jedoch nicht, die bestehenden Anwendungen des Dispositiv-Konzepts lediglich zu referieren und zu vergleichen, sondern die gemeinsamen Prämissen und Fragestellungen zu nutzen, um neue Forschungsfragen und -desiderata zu formulieren sowie neue Ansätze für die Medienbildungsforschung zu generieren. […]“

Einen genauen Ablaufplan der Tagung finden Sie hier.

In der Reihe „Medienbildung und Gesellschaft“ des VS-Verlags ist vor wenigen Tagen der Band „Raum, Zeit, Medienbildung. Untersuchungen zu medialen Veränderungen unseres Verhältnisses zu Raum und Zeit“ (hrsg. von Gerhard Chr. Bukow, Benjamin Jörissen und Johannes Fromme) erschienen. Die Herausgeber schreiben zu ihrem Buch auf der Verlagsseite:

„Transformationen und Dynamisierung von Raum und Zeit können als Signum von Modernisierungsprozessen gelten – als Motor, als Problemfeld und als Gegenstand der Reflexion. Medien haben in verschiedenen Ausprägungen daran erheblichen Anteil, indem sie mit Raum und Zeit arbeiten, kulturelle und soziale Raum- und Zeitverhältnisse verändern und diese Veränderungen auch immer wieder selbst reflexiv zugänglich machen. Die Beiträge des Sammelbandes fragen danach, was diese medialen Transformationen und Reflexionen für Bildung bedeuten, wie sie Subjektivierungs- oder Vergesellschaftungsweisen verändern und welche neuen Orientierungspotenziale und -anforderungen durch sie erzeugt werden.“

Ich habe zum Buch eine ästhetische Lektüre von Christopher Nolans „Memento“ (US 2000) beigetragen: „Memento – Zur Zeitlichkeit des Films und seiner bildenden Erfahrung“. Der Text ist eine Anwendung der im Rahmen meiner Dissertation entwickelten bildungstheoretisch interessierten Forschungshaltung zum Film.

Ich warte schon sehr gespannt auf mein Autorenexemplar des Buchs, um auch die anderen Texte lesen zu können. Bisher kenne ich nur den Beitrag von meinem Hamburger Kollegen Alexander Unger, der große Lust auf die anderen macht. Wer schon mal online einen Blick in das Buch werfen will kann das hier tun.

Ich möchte auf drei Ringvorlesungen aufmerksam machen, die in diesem Monat schon begonnen haben oder noch starten. Die Ringvorlesungen (in Hamburg, Frankfurt/Marburg und Oldenburg) untersuchen 1. Wunder, 2. medienkulturelle Wandlungen und 3. Migration in ihren jeweiligen Verhältnissen zu Kunst und Pädagogik/Bildung.

1. WUNDER IN KUNST UND PÄDGOGIK

Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER (in den Deichtorhallen, Hamburg) widmet sich eine Ringvorlesung der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Expertinnen und Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden.

Das Konzept der Ringvorlesung fasst Wunder als wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben. Wegen der vieldimensionalen Facetten des Themas werden unterschiedliche Diskurse berührt: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische.

Die Ringvorlesung findet Dienstags (zu den hier genannten Terminen) um jeweils 18 Uhr im Auditorium des Hauses der Photographie statt (Eingang über die Rückseite des Hauses). Read the rest of this entry »

Anfang Oktober ging auf zkmb.de die interdisziplinäre „Zeitschrift Kunst Medien Bildung“ online. Herausgeben wird das e-Journal im Auftrag der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln). Die zkmb ist ein „Open Access Journal“ – das heisst, ihre Artikel sind kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung lesbar.

Erklärtes Ziel der Herausgeber ist es, „den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln“. Die internetbasierte Publikation der Texte und ihre zeitnahe Prüfung in einem „Open-Peer-Review“-Verfahren gewährleisten die ebenso zeitgemäße wie rasche Verfügbarkeit und Diskussion wissenschaftlicher Arbeiten aus dem weiten Forschungsfeld zwischen Kunst, Medien und Bildung.

„Für die Dauer von sechs Monaten können diese „Texte im Diskurs“ von allen Personen der Fachcommunity durch öffentliche und namentlich gekennzeichnete „Reviews“ kommentiert werden. Die Reviews dürfen sowohl die Funktion einer fachlichen Kritik als auch die einer diskursiven Vernetzung mit verwandten, z.B. interdisziplinären Fragestellungen und Ansätzen übernehmen. Nach Ablauf dieser Zeit erhalten die Autoren/innen des eingereichten Textes die Möglichkeit, ihren Artikel zu überarbeiten und dabei gegebenenfalls Hinweise der Reviews einzuarbeiten. Diese endgültigen „Publikationen“ werden zusammen mit den daran geknüpften Kommentaren in einer eigenen Kategorie dauerhaft archiviert“

Sowohl die Artikel als auch die Diskussionsbeiträge der Online-Zeitschrift erhalten eigene URLs – sind folglich zitierfähig und werden laut Herausgebern als „eigenständige wissenschaftliche Publikationen begriffen.“ Weitere Informationen und erste Artikel („Texte im Diskurs“) finden sich auf der Homepage der Zeitschrift.

Darunter ist auch ein Artikel von mir mit dem Titel „Film-Bildung im Zeichen radikaler Alterität“. Der Text skizziert einen differenztheoretischen Zugang zum Film und macht im Anschluss daran einen Vorschlag von „Film-Bildung“, der den medienpädagogischen Diskurs um die Dimension der ästhetischen Erfahrung von Film erweitert. Ich freue mich sehr, beim Start dieses schönen Projekts dabei sein zu dürfen und bin gespannt wie das Angebot angenommen wird. In diesem Sinne wünsche ich den Herausgebern eine rege Beteiligung und uns allen viel Spaß beim Lesen und Mitdiskutieren!