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Elisabeth Sattler hat in der aktuellen Ausgabe der Erziehungswissenschaftlichen Revue (EWR 8, Nr.6) den Sammelband “Medien, Technik und Bildung” (Paderborn: Schöningh 2009) rezensiert.

Das Buch, so Sattler, schließe “eine Thematik auf, die seit längerer Zeit und aus verschiedenen Perspektiven diskutiert wurde und wird, nicht zuletzt, weil in den bereits vorliegenden Diskussionen das Medienverständnis in seiner Relation zum Bildungsverständnis zumeist diffus bleibt.” Ziel des Bandes sei es daher, “einige der in diesen Diskursen zum Ausdruck kommenden begrifflichen und theoretischen Probleme zum Gegenstand der bildungsphilosophischen Analyse und Diskussion zu machen” (8f.). Der Band trägt diesem Ziel sicherlich Rechnung, auch wenn die sehr diversen theoretischen wie thematischen Zugänge kaum mehr erlauben, von vielen Gemeinsamkeiten dieser Auseinandersetzung zu sprechen.”

Zur krititschen Würdigung des Buches schreibt Sattler: “Die Bandbreite der Beiträge spannt sich von kritischen, problemaufschließenden Texten über heuristische und Forschungsmethoden explorierende hin zu (ethisch-) positionierten Texten, die mitunter erstaunliche Kombinatoriken von Theorieeinsätzen wagen. Als großer Gewinn kann das Buch unter der Perspektive gelesen werden, dass es ‚der Intention der Herausgeber folgend‚ eine grundlagenorientierte Forschungsarbeit im Bereich Medien, Technik und Bildung initiiert, die manche Beiträge auch einlösen. Ob das Buch auch im weiteren Bereich der Medienpädagogik Resonanz findet, bleibt zu hoffen. Pessimistisch gestimmt ließe sich das Unbehagen äußern, dass manche Beiträge auf einem hohen Level von – im Einzelnen zu schätzender – Eigensprachlichkeit und Eigenlogik in der breiten medienpädagogischen Praxis und Theorie wohl kaum Eingang finden werden. Doch vielleicht ermöglicht das Buch auch hier einen ersten Schritt zu einem weiteren gemeinsamen pädagogischen Denken – die jeweiligen Differenzierungen und Unterschiedlichkeiten der Zugänge anerkennend.”

Kommenden Donnerstag spreche ich in der Vortragsreihe “Aus der Vermittlungspraxis” am Institut Kunst und ihre Vermittlung der Leuphana, Universität Lüneburg. Der Titel des Vortrags lautet: Film-Bildung. GrundzuÃàge einer ästhetisch-kuÃànstlerischen Filmvermittlung (22.11.07, 18:30 Uhr Raum 109/110 Haus 16). Er wird erste didaktische Überlegungen zur Filmvermittlung im Anschluß an meine theoretischen Forschungen zum Themenkomplex Film-Bildung skizzieren. Im Flyer zur Reihe heisst es:

” (…) Diese neue Vortragsreihe wird zukuÃànftig das Semester im Fach Kunst begleiten. Sie bildet einen Rahmen, in dem ein diskursiver Austausch zwischen universitärer Lehre, den Studierenden und der alltäglichen Vermittlungspraxis an und außerhalb von Schule stattfindet. Die eingeladenen Referentinnen und Referenten berichten aus Ihrer Praxis, dem Feld der Kunstpädagogik, der Kunstvermittlung, der Kunst und dem Film. Dabei kommen Fragen zur theoretischen Fundierung der eigenen Vermittlungsarbeit und die Orientierung an der Kunst/dem Film ebenso zur Sprache, wie die konkreten Probleme aber auch Chancen des schulischen Lebens.”

Mein Vortrag befragt das komplexe Verhältnis von Film und Bildung vor dem Hintergrund des aktuellen bildungstheoretischen Diskurses. Dieser richtet seine Aufmerksamkeit in Absetzung zum instrumentellen Verständnis von Medien wie dem Film auf dessen Medialität als bildende Dimension: Was ist die spezifische Medialität des Films? Welcher wirklichkeitsgenerierende Status kommt dem Film zu? Welchen Einfluss hat der Film auf die Welt- und Selbstverhältnisse der Menschen in unserer mediatisierten Gesellschaft? Wie bildet der Film?
Entlang dieser Fragen wird ein Konzept ästhetisch-kuÃànstlerischer Filmvermittlung skizziert, das den Film als Kunstform versteht, die sich wiederum nur angemessen in ästhetisch-kuÃànstlerischen Reflexions- und Verfahrensweisen vermitteln lässt.

Unter folgenden Link können Sie sich den Flyer zum Vortrag downloaden:
flyeradvermittlungspraxis2211zahn.pdf


becker_anderer.jpg…ist der Titel des Buches von Markus Becker, das 2006 im gardez!-Verlag erschienen ist. Das Buch ist zugleich als Dissertation am Fachbereich Sozialwissenschaften, Medien und Sport der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingereicht worden.
Als ich den Titel las, dachte ich zuerst an den berühmten Ausspruch von Rimbaud, auf den sich wiederum der nicht weniger berüchtigte Psychosemiologe Jacques Lacan in seiner Reformulierung der Freudschen Psychoanalyse programmatisch bezog. Mit dementsprechend großen Erwartungen an den Text begann ich die Lektüre – um recht schnell mit Ernüchterung festzustellen, das meine ersten, assoziativen Erwartungen enttäuscht werden würden. Read the rest of this entry »